Dermapharm AG Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1991
Gegründet
3.500+
Mitarbeiter
Dermapharm AG – Unternehmen und Struktur
Dermapharm AG ist ein deutsches Pharmaunternehmen mit Sitz in Grünwald bei München. Das 1991 gegründete Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Arzneimitteln in ausgewählten Therapiegebieten. Seit 2018 notiert Dermapharm im SDAX der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit rund 3.500 Mitarbeitenden betreibt das Unternehmen Produktionsstandorte in Brehna (Sachsen-Anhalt) und in der Münchner Region, darunter das Werk der Tochtergesellschaft MIBE GmbH.
Geschäftsfelder und Produkte
Dermapharm fokussiert auf Spezialarzneimittel für Nischensegmente mit geringem Generikawettbewerb. Die Kerntherapiebereiche umfassen Dermatologie, gynäkologische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Cannabis-basierte Arzneimittel. Im Bereich Dermatologie werden Therapien gegen Psoriasis und Neurodermitis angeboten. Die gynäkologischen Produkte behandeln Erkrankungen wie Endometriose.
Dermapharm ist ein bedeutender deutscher Hersteller von cannabisbasierten Fertigarzneimitteln und beliefert Apotheken sowie Fachärzte. Das Portfolio umfasst weiterhin Produkte in den Bereichen Schmerztherapie, Allergie und OTC-Gesundheitsprodukte – sowohl rezeptpflichtig als auch rezeptfrei. Unter der Marke Trommsdorff vertreibt das Unternehmen Spezialpharmaka mit längerer Unternehmenstradition.
Expansion und Geschäftsausrichtung
Dermapharm ist durch Akquisitionen gewachsen: Die MIBE GmbH Arzneimittel (2018), Strathmann GmbH & Co. KG und Hübner Naturarzneimittel wurden integriert. Diese Übernahmen erweitern die Marktposition und die Produktpalette. Dermapharm bearbeitet Nischenmärkte in Deutschland und Europa, in denen patentabgelaufene oder neuartige Wirkstoffe mit wenigen Konkurrenten vermarktet werden.
Die Produkte unterliegen Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und europäische Behörden. Das Unternehmen wendet hohe Qualitätsstandards in der Produktion an und investiert in Forschung und Entwicklung. Diese Kombination aus Qualität, kontinuierlicher Prozessverbesserung und Marktstrategie trägt zum Wachstum bei.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Dermapharm AG
Was macht Dermapharm AG?
Dermapharm AG ist ein Hersteller von Markenarzneimitteln. Sie entwickelt und produziert ihre Produkte und vertreibt sie im Außendienst. Im Sortiment sind Medizinprodukte, Nahrungsergänzung, Pflanzenextrakte und pflanzliche Wirkstoffe, die von Kosmetik- und Lebensmittelbranche zur Weiterverwendung genutzt werden.
Dermapharm AG in sozialen Netzwerken
Weitere Pharmaunternehmen in München
Pharmaunternehmen in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Pharmaunternehmen nach Standort
Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.