Intercept Pharma Deutschland GmbH

Pharmaunternehmen · München

Intercept Pharma Deutschland GmbH ist ein Pharmaunternehmen mit Sitz in München, Bayern. Das Unternehmen ist im deutschen Pharmamarkt tätig und unterliegt der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Intercept Pharma Deutschland GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Rosenheimer Str. 52
81669 München

Unternehmensprofil

2002

Gegründet

```html

Intercept Pharma Deutschland GmbH im Überblick

Intercept Pharma Deutschland GmbH ist die deutsche Niederlassung des amerikanischen Pharmaunternehmens Intercept Pharmaceuticals, Inc., das 2002 in New York gegründet wurde. Der Standort in München fokussiert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Therapien zur Behandlung von Lebererkrankungen in Deutschland und Österreich. Intercept hat es sich zur Aufgabe gemacht, innovative Lösungen für Patienten mit schweren Krankheitsbildern zu entwickeln und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Intercept Pharmaceuticals ist spezialisiert auf Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und insbesondere der Leber. Das Hauptprodukt in Deutschland ist Ocaliva (Obeticholsäure), ein erstklassiger FXR-Agonist (Farnesoid-X-Rezeptor). Dieses Medikament wird zur Behandlung der primären biliären Cholangitis (PBC) eingesetzt, einer Autoimmunerkrankung, die die Gallenwege in der Leber schädigt. Ocaliva richtet sich konkret an PBC-Patienten, die unzureichend auf Ursodeoxycholsäure (UDCA) ansprechen oder diese nicht vertragen. Das Unternehmen hat zudem verschiedene klinische Studien ins Leben gerufen, um zusätzliche Anwendungsgebiete zu untersuchen, darunter die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH), eine weit verbreitete und oft asymptomatische Lebererkrankung, die zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt der Unternehmensforschung liegt auf der Entwicklung von Arzneimitteln für seltene Lebererkrankungen. Hierbei wird besondere Aufmerksamkeit auf innovative Therapien gelegt, um den spezifischen Bedürfnissen von Patienten gerecht zu werden, die unter Bedingungen leiden, für die es derzeit nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Geschichte & Regulierung

Intercept Pharmaceuticals wurde 2002 von Roberto Pellicciari und Mark Pruzanski gegründet und ist an der NASDAQ notiert. Seit der Gründung hat das Unternehmen ein starkes Wachstum verzeichnet, unterstützt von wegweisenden klinischen Studien und einer zunehmenden Marktdurchdringung. Intercept beschäftigt weltweit mehrere Hundert Mitarbeiter, die sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien konzentrieren.

In Deutschland unterliegt Ocaliva und alle anderen Produkte der zentralisierten EMA-Zulassung, was bedeutet, dass eine einheitliche Zulassung für alle EU-Mitgliedsstaaten angestrebt wird. Die strengen regulatorischen Auflagen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) gewährleisten, dass die entwickelten Medikamente höchsten Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards entsprechen. Durch die enge Zusammenarbeit mit medizinischen Zulassungsbehörden und zahlreichen Experten auf dem Gebiet der Lebererkrankungen positioniert sich Intercept als verlässlicher Partner in der pharmazeutischen Industrie.

Die Bedeutung von Intercept Pharma Deutschland geht über die reine Produktentwicklung hinaus. Durch Bildungsinitiativen und Fortbildungsveranstaltungen fördert das Unternehmen das Bewusstsein für Lebererkrankungen und deren Management innerhalb der medizinischen Gemeinschaft. So sieht sich Intercept nicht nur als Hersteller von Arzneimitteln, sondern auch als Vorreiter in der Aufklärung über die Risiken und Behandlungsoptionen bei Leberkrankheiten.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

```

Häufige Fragen zu Intercept Pharma Deutschland GmbH

Was macht Intercept Pharma Deutschland?

Intercept Pharma Deutschland GmbH hat als Schwerpunkt die Vermarktung, den Vertrieb und Verkauf von Medikamenten, die vor allem bei Erkrankungen der Leber eingesetzt werden. Es bietet allen Leber-Patienten Austauschmöglichkeiten und unterstützt Patientenorganisationen und „Leberhilfe-Projekte“.

Intercept Pharma Deutschland GmbH in sozialen Netzwerken

✓ Profil vollständig ☎ Telefon 🌐 Website Logo

Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.

Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.

Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis

Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.

Arzneimittelklassen und Produktsegmente

Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).

Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?

Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.

Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.

Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?

Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen