Alexion Pharma Germany GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1992
Gegründet
Alexion Pharma Germany GmbH im Überblick
Alexion Pharma Germany GmbH ist die deutsche Niederlassung von Alexion Pharmaceuticals, einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Behandlung seltener Krankheiten (Rare Diseases / Orphan Diseases). Das Unternehmen wurde 1992 in New Haven, Connecticut, von einem Team von Wissenschaftlern gegründet und hat sich durch seine innovativen Ansätze zur Therapie seltener Erkrankungen einen Namen gemacht. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung von Soliris (Eculizumab), dem weltweit ersten Komplementinhibitor, der signifikante Fortschritte in der Behandlung von seltenen Blut- und Nierenerkrankungen ermöglicht hat. Im Jahr 2021 wurde Alexion Teil der AstraZeneca PLC, einer der größten Pharmaunternehmen weltweit mit Sitz in Cambridge, UK. Die Übernahme für rund 39 Milliarden US-Dollar stellte eine wichtige strategische Entscheidung dar, um das Portfolio im Bereich seltener Krankheiten weiter auszubauen und den globalen Zugang zu innovativen Therapien zu stärken. Heute agiert das Unternehmen unter dem Namen AstraZeneca Rare Disease und hat seinen Hauptsitz in München, wo es für den deutschen Markt verantwortlich ist.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Der Fokus von Alexion liegt auf den selteneren und schwerwiegenden Erkrankungen, die oft nicht ausreichend behandelt werden können. Das Flaggschiffprodukt Soliris (Eculizumab) hat sich als revolutionär erwiesen und ist zugelassen für die Behandlung der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH), des atypischen hämolytisch-urämischen Syndroms (aHUS), der generalisierenden Myasthenia gravis (gMG) und der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD). Ultomiris (Ravulizumab), die Nachfolgegeneration von Eculizumab, bietet eine verlängerte Wirkdauer und trägt so zur Erhöhung der Lebensqualität der Patienten bei. Zusätzlich zu diesen Schlüsselprodukten entwickelt Alexion Therapien für eine Vielzahl seltenen Enzymmangelkrankheiten, einschließlich der Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangelkrankheit und der Lysosomalen Speicherkrankheiten. Diese therapeutischen Ansätze sind von großer Bedeutung für eine kleine, jedoch besonders vulnerable Patientengruppe in Deutschland, die auf die innovativen Lösungen von Alexion angewiesen ist. Dieser Einsatz in einer herausfordernden Nische des Gesundheitsmarktes zeigt das Engagement des Unternehmens, Lebensqualität und Prognosen für Patienten mit seltenen Erkrankungen zu verbessern.
Regulierung & Orphan Drug-Status
Die Produkte von Alexion sind in der Europäischen Union mit dem Orphan Drug-Status (Arzneimittel für seltene Erkrankungen) ausgezeichnet, was bedeutet, dass sie von speziellen Entwicklungsanreizen und einer Marktexklusivität profitieren. Diese Regulierung spielt eine entscheidende Rolle, da sie die finanziellen und zeitlichen Hürden für die Entwicklung neuer Therapien senkt. In Deutschland erfolgt die Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die Europäische Arzneimittelagentur (EMA). Neben der Regulierung ist Alexion auch aktiv in verschiedenen Branchenverbänden. Das Unternehmen ist Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) und im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), was seine Engagement für Transparenz und Innovation im Pharmazeutischen Sektor unterstreicht. Darüber hinaus engagiert sich Alexion in verschiedenen Initiativen zur Unterstützung von Patienten und Angehörigen, um deren Bedürfnisse und Herausforderungen besser zu verstehen und darauf zu reagieren.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Alexion Pharma Germany GmbH
Was macht Alexion Pharma Germany GmbH?
Das biopharmazeutische Unternehmen Alexion Pharma widmet sich speziell der Erforschung und Therapie seltener bis sehr seltener Erkrankungen. In der Niederlassung in München liegt der Schwerpunkt bei den Transformationstherapien. Alexion wurde 1992 in den USA gegründet. Das Unternehmen mit 55 Niederlassungen weltweit hat seinen Hauptsitz in Boston.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis
Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.
Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?
Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.