Sanofi-Aventis Deutschland GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
2004
Gegründet
100.000+
Mitarbeiter
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH im Überblick
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der Sanofi SA, eines der weltweit führenden Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Paris (Frankreich). Sanofi entstand 2004 aus dem Zusammenschluss der Sanofi-Synthelabo SA (Frankreich) und der Aventis SA (Frankfurt). Die deutsche Gesellschaft hat ihren Sitz im Main-Taunus-Kreis (Hessen) und ist für Vertrieb, Medical Affairs und Teile der Produktion in Deutschland verantwortlich. Sanofi beschäftigt weltweit rund 100.000 Mitarbeitende in mehr als 100 Ländern. Der Konzern gehört zu den weltweit umsatzstärksten Pharmaunternehmen. Das Engagement in Forschung und Entwicklung bleibt eine zentrale Säule der Unternehmensstrategie, um innovative Therapien zu entwickeln und Patienten in Deutschland und weltweit zu unterstützen.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Sanofi ist in mehreren wichtigen Therapiebereichen tätig, darunter Immunologie, Onkologie, Seltene Erkrankungen, Neurologie und Impfstoffe. Die Produktpalette umfasst sowohl rezeptpflichtige Medikamente als auch rezeptfreie Produkte und ergänzende Dienstleistungen. In Deutschland ist besonders bekannt, dass Dupixent (Dupilumab), ein Biologikum zur Behandlung von atopischer Dermatitis (Neurodermitis), Asthma, chronischer Rhinosinusitis und weiteren entzündlichen Erkrankungen, eines der erfolgreichsten Biologika der jüngeren Pharmageschichte ist. Auch im Bereich Diabetes stellt Lantus (Insulin glargin) seit vielen Jahren das meistverordnete Insulinpräparat weltweit dar. Weitere wichtige Produkte sind Aubagio (Teriflunomid) gegen Multiple Sklerose und Sarclisa (Isatuximab) zur Therapie des multiplen Myeloms.
Ein weiterer bemerkenswerter Sektor von Sanofi ist das Impfstoffgeschäft, welches durch die Tochtergesellschaft Sanofi Pasteur betrieben wird. Diese Sparte produziert Impfstoffe gegen Krankheiten wie Influenza, Diphtherie, Tetanus und Hepatitis, und spielt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Infektionen weltweit. Sanofi Pasteur ist eine der weltweit bedeutendsten Impfstoffproduzenten und widmet erhebliche Ressourcen der Forschung und Entwicklung neuer Impfstofftechnologien.
Standort & Regulierung
Der deutsche Hauptsitz im Main-Taunus-Kreis wurde als Teil der Aventis-Erbschaft aufgebaut; zuvor hatte die Hoechst AG (Frankfurt) einen wesentlichen Vorläufer des Unternehmens gebildet. Der Standort im Main-Taunus-Kreis ist nicht nur logistisch günstig gelegen, sondern auch von großer historischer Bedeutung für die Pharmaindustrie in Deutschland. Die Region hat sich zu einem wichtigen Zentrum für Forschung und Entwicklung im Pharmasektor entwickelt, was eine Vielzahl an Fachkräften und Kooperationsmöglichkeiten mit Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen anzieht.
Alle Produkte, die Sanofi in Deutschland vertreibt, unterliegen der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Diese regulatorischen Rahmenbedingungen gewährleisten die Sicherheit und Wirksamkeit der Produkte. Sanofi ist zudem Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), der die Interessen der forschenden Unternehmen in Deutschland vertritt und sich für verantwortungsvolle Forschung einsetzt. In der Zusammenarbeit mit Ärzten und Gesundheitseinrichtungen legt Sanofi großen Wert auf Transparenz und ethische Standards.
Die kontinuierliche Innovation und das Engagement für die Gesundheit von Patienten charakterisieren Sanofi-Aventis als ein verantwortungsvolles Unternehmen, das sich aktiv an der Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung beteiligt. Das Unternehmen investiert nicht nur in die Entwicklung neuer Medikamente, sondern auch in die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern im Gesundheitssektor – einschließlich öffentlicher und privater Gesundheitsdienstleister, um die besten Versorgungslösungen zu bieten.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Was macht Sanofi-Aventis Deutschland?
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist als forschendes Gesundheitsunternehmen in vier Geschäftsbereiche gegliedert, dem Consumer Healthcare mit apothekenpflichtigen Mittel zur Selbstmedikation, dem General Medicines, mit therapeutischen Schwerpunkten auf bestimmten Krankheitsgebieten, Sanofi Genzyme für seltene und schwer heilbare Krankheiten und dem Bereich Sanofi Pasteur für die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen.
Weitere Pharmaunternehmen in Main-Taunus-Kreis
Pharmaunternehmen in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Pharmaunternehmen nach Standort
Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen gezielt finden
Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.