CSL Behring GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1994
Gegründet
15.000+ (global)
Mitarbeiter
CSL Behring GmbH im Überblick
Die CSL Behring GmbH ist die deutsche Niederlassung des australischen Pharmaunternehmens CSL Limited mit Sitz im Main-Taunus-Kreis, Hessen. CSL Behring ist weltweit eines der führenden Unternehmen für Plasmaprotein-Therapeutika und Impfstoffe. Durch innovative Forschung und Entwicklung trägt das Unternehmen maßgeblich zur Behandlung seltener Erkrankungen bei und hat sich als wichtiger Akteur im Gesundheitswesen etabliert.
Tätigkeitsfeld & Produkte
CSL Behring ist spezialisiert auf die Herstellung von Plasmapräparaten aus menschlichem Blutplasma. Das Portfolio umfasst verschiedene Produktlinien, die für Patienten mit spezifischen Krankheitsbildern lebenswichtige Behandlungen bieten. Zu den wichtigsten Produktbereichen zählen:
- Gerinnungsfaktoren: Therapeutika wie Haemoctin und Beriate sind zentral für die Hämophilie-Behandlung und helfen, Blutungen zu kontrollieren und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich zu steigern.
- Immunglobuline: Präparate wie Privigen und Hizentra dienen der Substitutionstherapie bei Immundefekten und unterstützen das Immunsystem von Patienten, die an schwerwiegenden Immunstörungen leiden.
- Albumin-Präparate: Diese werden zur Behandlung von hypoalbuminärem Zustand und verschiedenen anderen Kritischen Erkrankungen eingesetzt und stellen sicher, dass Patienten die benötigte physiologische Balance behalten.
Zusätzlich betreibt das Unternehmen eigene Plasmasammelzentren, was eine vertikale Integration von der Rohstoffgewinnung bis zum endgültigen Produkt ermöglicht. Diese direkte Kontrolle über die gesamte Produktionskette stellt die höchste Qualität und Sicherheit der Produkte sicher und ist essenziell für die Vertrauensbildung bei den Patienten.
Geschichte & Regulierung
CSL Behring wurde 1994 als Tochtergesellschaft von CSL Limited gegründet und hat seinen Hauptsitz in Marburg, Hessen. Die Marburger Produktionsstätte zählt zu den bedeutendsten und modernsten Plasma-Produktionsanlagen weltweit, was die strategische Bedeutung des Standorts unterstreicht.
Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 15.000 Mitarbeiter weltweit, die in verschiedenen Forschungs-, Produktions- und Vertriebsteams tätig sind. Diese globale Präsenz ist entscheidend, um die Qualitätsstandards in der gesamten Lieferkette aufrechtzuerhalten und den internationalen Markt zu bedienen.
Plasmaprodukte unterliegen besonders strengen regulatorischen Anforderungen, die von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Paul-Ehrlich-Institut überwacht werden. Dazu gehören umfangreiche Kontrollen der Rohstoffe, Herstellungsprozesse und Endprodukte, um die Sicherheit für die Patienten zu garantieren. CSL Behring investiert kontinuierlich in die Verbesserung seiner Produktionsstandorte und der damit verbundenen Technologien, um den sich ständig ändernden Anforderungen im Gesundheitssektor gerecht zu werden.
Regionale Bedeutung
Die CSL Behring GmbH hat eine wichtige regionale Bedeutung für den Main-Taunus-Kreis und die gesamte Region Hessen. Als einer der größten Arbeitgeber vor Ort trägt das Unternehmen nicht nur zur wirtschaftlichen Stabilität in der Region bei, sondern unterstützt auch zahlreiche lokale Initiativen im Bereich Gesundheitswesen und Bildung. Das Unternehmen engagiert sich aktiv in der Förderung von Forschung und Entwicklung der Biotechnologie und fördert Partnerschaften mit Universitäten sowie Forschungseinrichtungen, um innovative Therapien voranzutreiben.
Durch den Austausch mit lokalen Institutionen wird zudem der Wissenstransfer in der Region nachhaltig gefördert, was auch zur Ausbildung des Fachkräftenachwuchses in der Pharmaindustrie beiträgt. Dies schafft Arbeitsplätze und sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und der Region.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu CSL Behring GmbH
Was macht CSL Behring GmbH?
CSL Behring GmbH hat sich auf seltene und schwere Krankheiten spezialisiert. Therapiebereiche sind Immunologie & Neurologie, Hämatologie & Thrombose, der Bereich der Transplantation, Atemwege, Herz-Kreislauf & Stoffwechsel. Der Forschungs- und Entwicklungsbereich des Unternehmens fokussiert sich auf Plasmatherapien, rekombinante Technologie und die Gentherapie.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis
Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.
Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?
Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.