Takeda GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1781
Gegründet
50.000+
Mitarbeiter
Takeda GmbH im Überblick
Takeda GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der Takeda Pharmaceutical Company Limited, einem japanischen Pharmaunternehmen mit Wurzeln im Jahr 1781 und Hauptsitz in Osaka (Japan). Takeda gilt damit als eines der ältesten Pharmaunternehmen der Welt. 2019 vollzog Takeda die Übernahme des irisch-amerikanischen Biopharma-Unternehmens Shire für rund 62 Milliarden US-Dollar, einer der größten Pharmafusionen der Geschichte, die Takeda zum weltweit bedeutendsten Unternehmen für seltene Erkrankungen machte. Mit einem starken Fokus auf Forschung und Entwicklung legt Takeda besonderen Wert auf innovative therapeutische Ansätze. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 50.000 Mitarbeitende. Die Niederlassung in Konstanz (Baden-Württemberg) spielt eine entscheidende Rolle für die lokale Verfügbarkeit von Therapien und die Unterstützung des Gesundheitssystems in Deutschland.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Takeda ist in Deutschland in mehreren strategischen Therapiebereichen aktiv, die eine breite Palette von Patientenerfordernissen abdecken. Zu den Hauptbereichen gehören Onkologie, Seltene Erkrankungen, Neurologie, Gastroenterologie und die Bereitstellung von Plasmaprodukten. Im Bereich Onkologie sind Präparate wie Ninlaro (Ixazomib), ein oral verabreichtes Medikament für die Behandlung von Multiplem Myelom, sowie Alunbrig (Brigatinib), das bei ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom eingesetzt wird, von zentraler Bedeutung. In der Therapie seltener Erkrankungen vertreibt Takeda Produkte aus dem ehemaligen Shire-Portfolio, einschließlich Humira-Biologika, die zur Behandlung von angeborenen Enzymmangelkrankheiten wie der Fabry-Erkrankung und der Gaucher-Krankheit eingesetzt werden, sowie Produkte zur Behandlung von Hämophilie, wie Advate und Adynovi.
Im Bereich Gastroenterologie hat Takeda mit Entyvio (Vedolizumab) ein führendes Biologikum für die Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn im Angebot. Dies verdeutlicht das Engagement des Unternehmens, Patienten mit chronischen Erkrankungen innovative und wirksame Therapieansätze zu bieten. In der Neurologie ist Vyvanse (Lisdexamfetamin) eine vielversprechende Option zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Darüber hinaus umfasst das Plasmaprodukte-Portfolio Immunglobuline und Albumin, darunter GLASSIA und HyQvia, die für eine Vielzahl von immunologischen Erkrankungen eingesetzt werden.
Geschichte & Regulierung
Takeda wurde 1781 als Kräutermedizinhändler in Osaka gegründet und entwickelte sich über mehrere Generationen hinweg zu einem forschenden Pharmaunternehmen, das Innovation und Patientenorientierung in den Vordergrund stellt. Heute zählt Takeda zu den Top-10-Pharmaunternehmen weltweit, mit einem starken Fokus auf klinische Forschung und Entwicklung innovativer Therapien. In Deutschland unterliegen alle Produkte der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Die strengen regulatorischen Anforderungen gewährleisten, dass die von Takeda vertriebenen Arzneimittel sowohl sicher als auch wirksam sind, wodurch das Vertrauen der Ärzte und Patienten in die Produkte des Unternehmens gefestigt wird. Außerdem ist Takeda aktives Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), wodurch das Unternehmen auf Entwicklungen in der Branche reagiert und sich aktiv an Diskussionen über die Zukunft der Medikamentenentwicklung beteiligt.
Die regionale Bedeutung von Takeda in Konstanz zeigt sich nicht nur in der Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch in der engen Zusammenarbeit mit lokalen Forschungsinstitutionen und Gesundheitseinrichtungen. Diese Kooperationen fördern den Wissensaustausch und stärken die Innovationskraft der Region in der biopharmazeutischen Industrie, was insbesondere in Zeiten des digitalen Wandels von Bedeutung ist.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Baden-Württemberg oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Takeda GmbH
Was macht Takeda GmbH?
Die Takeda GmbH umfasst mit ihren medizinischen Produkten die Gastro-Enterologie, die Onkologie und den gesamten Bereich von seltenen Krankheiten. Bei neuropsychiatrischen Erkrankungen erforscht und entwickelt sie neue Therapiemöglichkeiten. Außerdem entwickelt sie plasmabasierte Therapien, Impfstoffe und viele etablierte Produkte u.a. bei Schmerzen oder Bluthochdruck.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen gezielt finden
Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.