Takeda GmbH

Pharmaunternehmen · Konstanz

Takeda GmbH ist die deutsche Niederlassung des japanischen Pharmariesen Takeda Pharmaceutical Company Limited mit Sitz in Berlin. Therapeutische Schwerpunkte sind Onkologie, Gastrointestinale Erkrankungen, seltene Erkrankungen, Neurowissenschaften und Plasmaprodukte.

Takeda GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Byk-Gulden-Str. 2
78467 Konstanz

Unternehmensprofil

1781

Gegründet

50.000+

Mitarbeiter

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Takeda GmbH im Überblick

Takeda GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der Takeda Pharmaceutical Company Limited, einem japanischen Pharmaunternehmen mit Wurzeln im Jahr 1781 und Hauptsitz in Osaka (Japan). Takeda gilt damit als eines der ältesten Pharmaunternehmen der Welt. 2019 vollzog Takeda die Übernahme des irisch-amerikanischen Biopharma-Unternehmens Shire für rund 62 Milliarden US-Dollar, einer der größten Pharmafusionen der Geschichte, die Takeda zum weltweit bedeutendsten Unternehmen für seltene Erkrankungen machte. Mit einem starken Fokus auf Forschung und Entwicklung legt Takeda besonderen Wert auf innovative therapeutische Ansätze. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 50.000 Mitarbeitende. Die Niederlassung in Konstanz (Baden-Württemberg) spielt eine entscheidende Rolle für die lokale Verfügbarkeit von Therapien und die Unterstützung des Gesundheitssystems in Deutschland.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Takeda ist in Deutschland in mehreren strategischen Therapiebereichen aktiv, die eine breite Palette von Patientenerfordernissen abdecken. Zu den Hauptbereichen gehören Onkologie, Seltene Erkrankungen, Neurologie, Gastroenterologie und die Bereitstellung von Plasmaprodukten. Im Bereich Onkologie sind Präparate wie Ninlaro (Ixazomib), ein oral verabreichtes Medikament für die Behandlung von Multiplem Myelom, sowie Alunbrig (Brigatinib), das bei ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom eingesetzt wird, von zentraler Bedeutung. In der Therapie seltener Erkrankungen vertreibt Takeda Produkte aus dem ehemaligen Shire-Portfolio, einschließlich Humira-Biologika, die zur Behandlung von angeborenen Enzymmangelkrankheiten wie der Fabry-Erkrankung und der Gaucher-Krankheit eingesetzt werden, sowie Produkte zur Behandlung von Hämophilie, wie Advate und Adynovi.

Im Bereich Gastroenterologie hat Takeda mit Entyvio (Vedolizumab) ein führendes Biologikum für die Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn im Angebot. Dies verdeutlicht das Engagement des Unternehmens, Patienten mit chronischen Erkrankungen innovative und wirksame Therapieansätze zu bieten. In der Neurologie ist Vyvanse (Lisdexamfetamin) eine vielversprechende Option zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Darüber hinaus umfasst das Plasmaprodukte-Portfolio Immunglobuline und Albumin, darunter GLASSIA und HyQvia, die für eine Vielzahl von immunologischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Geschichte & Regulierung

Takeda wurde 1781 als Kräutermedizinhändler in Osaka gegründet und entwickelte sich über mehrere Generationen hinweg zu einem forschenden Pharmaunternehmen, das Innovation und Patientenorientierung in den Vordergrund stellt. Heute zählt Takeda zu den Top-10-Pharmaunternehmen weltweit, mit einem starken Fokus auf klinische Forschung und Entwicklung innovativer Therapien. In Deutschland unterliegen alle Produkte der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Die strengen regulatorischen Anforderungen gewährleisten, dass die von Takeda vertriebenen Arzneimittel sowohl sicher als auch wirksam sind, wodurch das Vertrauen der Ärzte und Patienten in die Produkte des Unternehmens gefestigt wird. Außerdem ist Takeda aktives Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), wodurch das Unternehmen auf Entwicklungen in der Branche reagiert und sich aktiv an Diskussionen über die Zukunft der Medikamentenentwicklung beteiligt.

Die regionale Bedeutung von Takeda in Konstanz zeigt sich nicht nur in der Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch in der engen Zusammenarbeit mit lokalen Forschungsinstitutionen und Gesundheitseinrichtungen. Diese Kooperationen fördern den Wissensaustausch und stärken die Innovationskraft der Region in der biopharmazeutischen Industrie, was insbesondere in Zeiten des digitalen Wandels von Bedeutung ist.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Baden-Württemberg oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Takeda GmbH

Was macht Takeda GmbH?

Die Takeda GmbH umfasst mit ihren medizinischen Produkten die Gastro-Enterologie, die Onkologie und den gesamten Bereich von seltenen Krankheiten. Bei neuropsychiatrischen Erkrankungen erforscht und entwickelt sie neue Therapiemöglichkeiten. Außerdem entwickelt sie plasmabasierte Therapien, Impfstoffe und viele etablierte Produkte u.a. bei Schmerzen oder Bluthochdruck.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen