AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

Pharmaunternehmen · Wiesbaden

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG ist ein forschendes Pharmaunternehmen mit Schwerpunkten in Immunologie (Humira®, Skyrizi®, Rinvoq®), Onkologie, Neurologie und Augenheilkunde mit Sitz in Wiesbaden.

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG Adresse & Kontakt

Telefon

Website

Adresse

Mainzer Str. 81
65189 Wiesbaden

Unternehmensprofil

2013

Gegründet

50.000+

Mitarbeiter

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AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG im Überblick

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG ist die deutsche Tochtergesellschaft von AbbVie Inc., einem der weltweit führenden biopharmazeutischen Unternehmen mit Hauptsitz in North Chicago (Illinois, USA). AbbVie entstand 2013 als eigenständiges Unternehmen durch die Abspaltung von Abbott Laboratories und ist seitdem an der New Yorker Börse (NYSE) notiert. Heute beschäftigt AbbVie weltweit rund 50.000 Mitarbeitende. Die deutsche Niederlassung hat ihren Sitz in Wiesbaden (Hessen). Im Jahr 2020 übernahm AbbVie den irischen Pharmaspezialisten Allergan für rund 63 Milliarden US-Dollar, eine der größten Pharmafusionen der Geschichte. Diese Übernahme hat nicht nur das Produktportfolio von AbbVie erheblich erweitert, sondern auch die Faktoren ermöglicht, um im globalen Wettbewerb eine entscheidende Rolle zu spielen. Zudem ist AbbVie in der Region Wiesbaden ein bedeutender Arbeitgeber und trägt zur lokalen wirtschaftlichen Entwicklung bei.

Tätigkeitsfeld & Produkte

AbbVie ist bekannt für seine immunologischen Biologika, vor allem das weltweit meistverkaufte Arzneimittel Humira (Adalimumab), ein TNF-alpha-Inhibitor, der erfolgreich bei rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Psoriasis und weiteren entzündlichen Erkrankungen eingesetzt wird. Mit über 18 Millionen Behandlungen seit Markteinführung hat Humira nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Patient:innen beigetragen, sondern auch erhebliche Umsatzquellen generiert. Nach Patentablauf von Humira hat AbbVie gezielte Strategien entwickelt, um mit den Nachfolgeprodukten Skyrizi (Risankizumab, IL-23-Inhibitor) und Rinvoq (Upadacitinib, JAK-Inhibitor) erfolgreich im Markt zu bestehen. Diese Produkte richten sich an Patienten mit verschiedenen autoimmune Erkrankungen und bieten innovative Behandlungsansätze.

Im onkologischen Bereich bietet AbbVie Venclexta (Venetoclax), das sich erfolgreich gegen chronische lymphatische Leukämie (CLL) bewährt hat. Diese Fortschritte in der Therapie von Krebserkrankungen sind das Ergebnis umfangreicher klinischer Studien und eines starken Forschungsteams. Zudem hat AbbVie durch die Allergan-Übernahme grundlegende Möglichkeiten geschaffen, das Portfolio um Arzneimittel wie Botox (Botulinumtoxin A) und weitere ästhetische Produkte auszubauen. Diese Produkte genießen hohe Akzeptanz und Nachfrage, was AbbVie nicht nur im pharmazeutischen, sondern auch im kosmetischen Bereich zu einem relevanten Akteur macht.

Forschung & Regulierung

AbbVie investiert intensiv in Forschung und Entwicklung (F&E), insbesondere in den Bereichen Immunologie, Onkologie, Neurologie und Augenheilkunde. Jährlich fließen Milliardenbeträge in die Entwicklung neuer Therapien und Medikamente. Die F&E-Aktivitäten sind darauf ausgelegt, Therapien anzubieten, die sich gezielt an unerfüllten medizinischen Bedürfnissen orientieren. Innovative Ansätze und Technologien, wie etwa die Nutzung von Gen- und Zelltherapien, stehen im Fokus, um die Behandlungsergebnisse kontinuierlich zu verbessern.

Alle Produkte unterliegen strengen regulatorischen Anforderungen, die von den europäischen und deutschen Gesundheitsbehörden, wie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), überwacht werden. Diese Regulierungen stellen sicher, dass die Arzneimittel nicht nur sicher und wirksam sind, sondern auch in der Lage, den höchsten Qualitätsstandards zu genügen. AbbVie ist zudem Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) und engagiert sich aktiv in der Biopharma-Community, um zu den regulatorischen Dialogen beizutragen, die die Industrienormen definieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG nicht nur ein bedeutender Akteur in der Pharmaindustrie ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung in Deutschland leistet. Die Kombination aus innovativen Produkten, starker Forschung und engen regulatorischen Kontaktpunkten unterstreicht die Bedeutung von AbbVie in der Region und auf globaler Ebene.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

Was macht AbbVie?

Das forschende Biopharma-Unternehmen AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG entwickelt neue Therapieansätze für schwere Erkrankungen und erproben neue Herangehensweisen im Gesundheitswesen. Forschungsschwerpunkte sind die Immunologie, die Onkologie, Neurologie, Augenheilkunde, die Virologie und die medizinische Ästhetik. Zu den Therapiebereichen gehören u.a. Nierenerkrankungen, Rheuma, Hepatitis C, HIV und Morbus Parkinson.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.

Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.

Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis

Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.

Arzneimittelklassen und Produktsegmente

Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).

Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?

Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.

Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.

Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?

Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen