HRA Pharma Deutschland GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1998
Gegründet
HRA Pharma Deutschland GmbH im Überblick
HRA Pharma Deutschland GmbH ist die deutsche Niederlassung der HRA Pharma SAS, einem 1998 in Paris gegründeten, auf Frauengesundheit und Selbstmedikation spezialisierten Pharmaunternehmen. Die deutsche Niederlassung hat ihren Sitz in Wiesbaden, Hessen, und trägt zur Innovationskraft des Unternehmens bei, indem sie Forschung und Entwicklung für spezifische Bedürfnisse des deutschen Marktes priorisiert.
Tätigkeitsfeld & Produkte
HRA Pharma ist in Deutschland vor allem für NorLevo 1,5 mg (Levonorgestrel) bekannt, einem Notfallkontrazeptivum (Pille danach), das seit 2015 in Deutschland ohne Rezept erhältlich ist. Ziel ist es, Frauen eine schnelle und unkomplizierte Lösung im Notfall anzubieten. Neben NorLevo umfasst das Portfolio weitere Produkte, wie:
- ellaOne: Ein 5-Tage-Notfallkontrazeptivum, das Ulipristalacetat enthält und die Chance einer Schwangerschaft nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr erheblich reduziert.
- Esmya: Dieses Medikament, ebenfalls auf Ulipristalacetat basierend, wird zur Behandlung von Uterusmyomen eingesetzt und trägt zur Erleichterung der Symptome bei.
- OTC-Präparate: HRA Pharma bietet zudem eine Reihe von rezeptfreien Produkten an, die die Frauengesundheit fördern und die Schlafinduktion unterstützen.
Durch die Einführung von ellaOne hat HRA Pharma eine unangefochtene Führungsposition im europäischen Markt für Notfallkontrazeptiva erzielt, die sich durch hohe Sicherheit und Wirksamkeit auszeichnet. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung neuer Produkte, um den verändernden Bedürfnissen von Frauen gerecht zu werden.
Geschichte & Regulierung
HRA Pharma wurde 1998 gegründet und hat sich zu einem bedeutenden europäischen Akteur im Bereich Frauengesundheit entwickelt. Die Übernahme durch die Perrigo Company im Jahr 2022 hat die Marktposition weiter gestärkt und die Ressourcen für Forschung und Entwicklung erweitert. In Deutschland unterliegen alle Produkte strengen Zulassungsprozessen, die durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) überwacht werden. Diese Regulierungsbehörden überprüfen die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität der Produkte, bevor sie auf den Markt gebracht werden können.
Regionale Bedeutung und Besonderheiten
In Wiesbaden, wo die deutsche Niederlassung ansässig ist, hat die HRA Pharma Deutschland GmbH nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine soziale Bedeutung. Das Unternehmen ist in der Region aktiv, um lokale Initiativen im Bereich der Frauengesundheit zu unterstützen und zu fördern. Zudem engagiert sich HRA Pharma für Aufklärung und Bewusstsein über wichtige Gesundheitsthemen, die Frauen betreffen. Durch Schulungsprogramme und Informationsveranstaltungen werden die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit über die richtige Anwendung und die Bedeutung der Produkte aufgeklärt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der kontinuierlichen Verbesserung der Produktpalette, um aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen gerecht zu werden und innovative Lösungen anzubieten. HRA Pharma nutzt moderne Technologien in der Produktentwicklung, um Arzneimittel zu schaffen, die sowohl effektiv als auch benutzerfreundlich sind. Durch Partnerschaften mit Forschungsinstituten und andere Akteuren im Gesundheitsbereich stärkt das Unternehmen seine Position als Innovator in der Pharmaindustrie.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu HRA Pharma Deutschland GmbH
Was macht HRA Pharma Deutschland?
HRA Pharma Deutschland GmbH führt Produkte zur Frauengesundheit, zur Wundversorgung und Narbenpflege. Sie forscht auf dem Gebiet seltener und ultraseltener Krankheiten und stellt eine Auswahl von Therapiemöglichkeiten zur Verfügung bei z.B. Nebennierenrindenkarzinom.
Welche Produkte bietet HRA Pharma an?
HRA Pharma bietet verschiedene rezeptfreie (OTC) Produkte an, darunter die bekannte „Pille danach“ (ellaOne®) und dermatologische Produkte wie Cicatridina® zur Förderung der Wundheilung.
Benötige ich für die Produkte von HRA Pharma ein Rezept?
Das hängt vom Produkt ab. ellaOne ist zum Beispiel rezeptfrei in Apotheken erhältlich, während andere Produkte, insbesondere zur Behandlung seltener Krankheiten, verschreibungspflichtig sein können.
Wo kann ich HRA Pharma-Produkte kaufen?
Die Produkte von HRA Pharma, insbesondere die rezeptfreien, sind in den meisten Apotheken in Deutschland erhältlich. Online-Apotheken bieten ebenfalls viele der Produkte an.
Welche weiteren therapeutischen Bereiche deckt HRA Pharma ab?
Neben der Frauengesundheit ist HRA Pharma auch in der Behandlung seltener Krankheiten tätig. Ein Beispiel ist die Behandlung des Cushing-Syndroms, einer seltenen Erkrankung, bei der der Körper zu viel Cortisol produziert.
Ist HRA Pharma nur in Deutschland tätig?
Nein, HRA Pharma ist ein international tätiges Pharmaunternehmen mit Niederlassungen und Produkten, die in vielen Ländern erhältlich sind. HRA Pharma Deutschland GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft, die den deutschen Markt bedient.
Wie kann ich den Kundendienst von HRA Pharma Deutschland kontaktieren?
Für Informationen oder Fragen zu den Produkten von HRA Pharma können Kunden die offizielle Website besuchen oder sich an den Kundendienst von HRA Pharma Deutschland GmbH wenden. Die Kontaktinformationen finden Sie auf der offiziellen Webseite des Unternehmens oder auf den Beipackzetteln der Produkte.
Bietet HRA Pharma klinische Studien an oder beteiligt sich daran?
Ja, HRA Pharma engagiert sich in der Forschung und Entwicklung neuer Therapien und beteiligt sich an klinischen Studien, insbesondere im Bereich der Frauengesundheit und seltenen Krankheiten.
Ist HRA Pharma ein nachhaltiges Unternehmen?
HRA Pharma hat sich der Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung verschrieben. Das Unternehmen hat Initiativen ins Leben gerufen, um die Umweltbelastung zu minimieren und sicherzustellen, dass ihre Produkte verantwortungsvoll hergestellt werden.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis
Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.
Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?
Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.