Biogen GmbH

Pharmaunternehmen · München

Biogen GmbH ist ein führendes Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Ismaning bei München. Schwerpunkt sind innovative Therapien für Multiple Sklerose, ALS, spinale Muskelatrophie, Alzheimer und weitere schwere neurologische Erkrankungen.

Biogen GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Riedenburger Str. 7
81677 München

Unternehmensprofil

1978

Gegründet

7.400+

Mitarbeiter

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Biogen GmbH im Überblick

Biogen GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft von Biogen Inc., einem der weltweit führenden Biopharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf Neurologie und neuropsychiatrischen Erkrankungen. Biogen Inc. wurde 1978 in Genf (Schweiz) als Gemeinschaftsunternehmen einer Gruppe renommierter Molekularbiologen gegründet, darunter Nobelpreisträger Walter Gilbert und Phillip Sharp. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Cambridge (Massachusetts, USA) und beschäftigt weltweit rund 7.400 Mitarbeitende. Biogen war eines der ersten Biotechnologieunternehmen überhaupt und zählt zu den Pionieren der Biotechindustrie. Die deutsche Niederlassung befindet sich in München und bedient den deutschen Neurologiemarkt, wobei sie einen signifikanten Beitrag zur Gesundheitsversorgung im Bereich neurologischer Erkrankungen leistet.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Biogen ist in Deutschland vor allem im Bereich Multiple Sklerose (MS) tätig und spielt eine entscheidende Rolle in der Behandlung von Patienten mit dieser chronischen Erkrankung. Das Unternehmen bietet mehrere zugelassene MS-Therapien an:

  • Avonex: Interferon beta-1a als intramuskuläre Injektion.
  • Plegridy: Ein pegyliertes Interferon beta-1a, das als subcutane Injektion verabreicht wird.
  • Tysabri: Natalizumab, eine Infusionstherapie für Patienten mit hochaktiver schubförmig remittierender MS.
  • Tecfidera: Dimethylfumarat in Tablettenform.
  • Vumerity: Diroximelfumarat, eine neuere orale Therapieoption.

Zusätzlich ist Biogen im Bereich der Spinalen Muskelatrophie (SMA) tätig und vertreibt Spinraza (Nusinersen), die weltweit erste zugelassene Therapie für SMA, die durch eine intrathekale Injektion verabreicht wird. Angesichts des demographischen Wandels und der steigenden Anzahl von Patienten, die an neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer leiden, hat Biogen intensiv an innovativen Therapien geforscht. Mit Leqembi (Lecanemab), entwickelt in Partnerschaft mit Eisai, bietet Biogen eine neuartige Therapie an, die auf die Amyloid-Pathologie von Alzheimer abzielt.

Forschung & Regulierung

Biogen investiert signifikant in Forschung und Entwicklung neuartiger neurotherapeutischer Ansätze und ist bekannt dafür, innovative Lösungen für komplexe neurologische Erkrankungen zu entwickeln. Die unternehmenseigene Forschung konzentriert sich nicht nur auf die Entwicklung neuer Medikamente, sondern auch auf die Verbesserung bestehender Therapien, um die Lebensqualität von Patienten zu erhöhen. Alle Produkte unterliegen strengen regulatorischen Vorgaben durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Diese Regulierung gewährleistet, dass die Sicherheit und Wirksamkeit der Therapien umfassend geprüft werden, bevor sie auf den Markt kommen. Biogen ist zudem Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), was die Verpflichtung des Unternehmens zu höchsten Standards in der Arzneimittelentwicklung und -produktion unterstreicht.

Regionale Bedeutung & Besonderheiten

Der Standort München spielt eine zentrale Rolle in der regionalen Gesundheitswirtschaft. Als Zentrum für biomedizinische Forschung und Entwicklung profitiert Biogen von der Nähe zu führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Zusammenarbeit mit akademischen Partnern ermöglicht es Biogen, an vorderster Front der Wissenschaft zu stehen und innovative Therapien zu entwickeln. Darüber hinaus hat das Unternehmen zahlreiche Initiativen gestartet, um das Bewusstsein für neurologische Erkrankungen zu fördern und Fachkräfte im Bereich Neurologie weiterzubilden.

Eine besondere Stärke der Biogen GmbH ist auf das Engagement für die Patientenbetreuung ausgerichtet. Das Unternehmen betreibt spezielle Programme zur Unterstützung von MS-Patienten, die ihnen helfen, den Umgang mit ihrer Erkrankung zu erleichtern. Außerdem setzt sich Biogen für Aufklärung und Sensibilisierung in der Öffentlichkeit ein, um die Herausforderungen, die mit neurologischen Erkrankungen verbunden sind, transparent zu machen.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Biogen GmbH

Was macht Biogen GmbH in Deutschland?

Biogen ist ein führendes Biotechnologieunternehmen mit Fokus auf Neurologie. In Deutschland entwickelt und vertreibt das Unternehmen innovative Therapien für Multiple Sklerose, ALS, Alzheimer, Spinale Muskelatrophie und weitere schwere neurologische Erkrankungen.

Auf welche Erkrankungen spezialisiert sich Biogen?

Biogen spezialisiert sich auf Multiple Sklerose, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), Alzheimer-Krankheit, Spinale Muskelatrophie, Friedreich-Ataxie, postpartale Depression sowie Psoriasis und entzündliche Erkrankungen.

Welche Behandlungsansätze verfolgt Biogen?

Biogen entwickelt innovative Biologika und Arzneimittel auf Basis biotechnologischer Forschung. Das Unternehmen setzt auf wissenschaftliche Grundlagenforschung, um neue Therapien für bisher schwer behandelbare neurologische Erkrankungen zu entwickeln.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.

Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.

Pharmaunternehmen gezielt finden

Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.

Arzneimittelklassen und Produktsegmente

Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?

Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.

Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen