Clovis Oncology Germany GmbH

Pharmaunternehmen · München

Clovis Oncology Germany GmbH ist ein Pharmaunternehmen mit Sitz in München, Bayern. Das Unternehmen ist im deutschen Pharmamarkt tätig und unterliegt der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Clovis Oncology Germany GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Theatinerstr. 11
80333 München

Unternehmensprofil

2011

Gegründet

Clovis Oncology Germany GmbH

Clovis Oncology Germany GmbH war die deutsche Niederlassung der amerikanischen Clovis Oncology, Inc., einem auf Onkologie ausgerichteten Pharmaunternehmen aus Boulder, Colorado. *Clovis Oncology, Inc. wurde 2011 gegründet und war auf PARP-Inhibitoren zur Behandlung von Ovarialkarzinom spezialisiert.* Das Unternehmen forschte und entwickelte im Bereich der onkologischen Pharmakologie und war in der pharmazeutischen Industrie tätig. Der Hauptsitz in München, Bayern, lag in einem Standort mit mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen im biomedizinischen Bereich.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Clovis Oncology war bekannt für Rubraca (Rucaparib), einen PARP-Inhibitor (Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitor) zur Behandlung des rezidivierten, BRCA-mutierten Ovarialkarzinoms und des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms. *Rubraca war in Europa und Deutschland über die EMA zugelassen und wurde in der Krebsbehandlung als Monotherapie und Erhaltungstherapie eingesetzt.* Daneben forschte das Unternehmen an weiteren therapeutischen Ansätzen zur Behandlung solider Tumoren. Die Forschung umfasste neben PARP-Inhibitoren auch Ansätze aus dem Bereich der Immuntherapie.

Geschichte & Regulierung

Clovis Oncology, Inc. wurde 2011 gegründet und an der NASDAQ notiert. *Das Unternehmen meldete im Dezember 2022 Insolvenz nach Chapter 11 an, nachdem Rubraca im Wettbewerb mit anderen PARP-Inhibitoren (Olaparib, Niraparib) Marktanteile verloren hatte.* Die Insolvenz betraf Mitarbeiter, Patienten und medizinische Fachkräfte, die das Präparat einsetzten. Im Zuge des Verfahrens wurden alle kommerziellen Aktivitäten eingestellt. Die deutschen Restaktivitäten der Clovis Oncology Germany GmbH wurden im Rahmen des Insolvenzverfahrens abgewickelt.

Die pharmazeutische Regulierung in Deutschland und Europa, insbesondere durch die EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur), schreibt strenge Zulassungsverfahren für neue Medikamente und Therapien vor. Clovis Oncology unterlag diesen Anforderungen für den europäischen Markt. Die durchgeführten Phase-3-Studien für Rucaparib waren aus medizinischer und regulatorischer Sicht aufwendig, um Sicherheit und Wirksamkeit nachzuweisen. Die Verfahren verlangten kontinuierlich hohe Standards in Forschung, Entwicklung und klinischen Prüfungen.

Regionale Bedeutung und Besonderheiten

Die Einbindung von Clovis Oncology in Bayern zeigte sich neben dem Münchner Hauptsitz in der Vernetzung mit Institutionen im Bereich der biomedizinischen Forschung und klinischer Studien. Bayern verfügt über mehrere Standorte der pharmazeutischen Industrie mit Zugang zu Fachkräften und einer entsprechenden Infrastruktur.

Besonderheiten von Clovis Oncology umfassen die Spezialisierung auf PARP-Inhibitoren und die Fokussierung auf genetisch bedingte Krebserkrankungen. Diese Ausrichtung ermöglichte dem Unternehmen eine Positionierung im Bereich spezifischer Krebsarten wie dem BRCA-mutierten Ovarialkarzinom.

Clovis Oncology Germany GmbH hatte trotz des Insolvenzverfahrens Anteil an der Entwicklung onkologischer Therapien in Deutschland und bleibt in der Fachdiskussion über PARP-Inhibitoren und genetisch bedingte Krebsbehandlungen ein referenziertes Beispiel.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

Häufige Fragen zu Clovis Oncology Germany GmbH

Was macht Clovis Oncology Germany?

Clovis Oncology Germany GmbH entwickelt als biopharmazeutisches Unternehmen gemeinsam mit Partnern diagnostische Verfahren für Patienten in der Onkologie. Erwerb, Entwicklung und Vermarktung onkologischer Arzneimittel auf internationalen Märkten ist Teil des Geschäftsgebiets.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 28.06.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen