WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1971
Gegründet
1500+
Mitarbeiter
Spezialisierungen
Diabetische Komorbiditäten, Nervensystem, Bewegungsapparat
WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Böblingen (Baden-Württemberg). Das Unternehmen wurde 1971 von Günter Wörwag gegründet und befindet sich bis heute in Familienbesitz. WÖRWAG Pharma beschäftigt rund 600 Mitarbeitende und ist international in mehr als 40 Ländern tätig, hauptsächlich in Mittel- und Osteuropa sowie in der GUS-Region. Das Unternehmen hat sich auf Spezialitäten für die Behandlung von Diabeteskomplikationen und Mikroangiopathien spezialisiert. Die Unternehmensausrichtung ist auf Forschung und Entwicklung ausgerichtet, um Therapien anzubieten, die die Lebensqualität der Patienten verbessern.
Tätigkeitsfeld & Produkte
WÖRWAG Pharma ist vor allem bekannt für seine Präparate zur Behandlung von diabetischen Polyneuropathien und Mikroangiopathien (Schäden an kleinen Blutgefäßen, die häufig als Komplikation von Diabetes auftreten). Das bekannteste Produkt ist Milgamma, eine Kombination aus Thioctacid (Alpha-Liponsäure) und B-Vitaminen, die zur Behandlung der diabetischen Neuropathie eingesetzt wird. Dieses Produkt ist sowohl im deutschen Markt als auch international verbreitet.
- Thioctacid: Thioctsäure, bekannt für ihre antioxidativen Eigenschaften, wird bei diabetischer Polyneuropathie eingesetzt und unterstützt die Regeneration der Nerven.
- Vitaminpräparate: Diese beinhalten essentielle B-Vitamine, die sowohl für den neurologischen als auch kardiovaskulären Bereich von Bedeutung sind.
Die Vertriebsstrategie von WÖRWAG umfasst die enge Zusammenarbeit mit Apotheken, Endokrinologen und Diabetologen, um sicherzustellen, dass relevante Produkte effizient zu den Patienten gelangen. Zudem ist das Unternehmen aktiv in der Weiterbildung von Fachkräften, um die Anwendung seiner Produkte zu optimieren.
Internationalisierung & Regulierung
WÖRWAG Pharma ist in osteuropäischen Ländern mit Tochtergesellschaften und Repräsentanzen vertreten, um auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Märkte einzugehen. Alle Arzneimittel des Unternehmens unterliegen der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie entsprechenden europäischen und nationalen Behörden. Dies gewährleistet, dass die Produkte von WÖRWAG definierten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen.
Das Unternehmen stellt seine Produkte gemäß den Guten Herstellungspraxis (GMP)-Richtlinien her, die die Qualität in allen Phasen der Produktionskette sicherstellen. Zudem ist WÖRWAG Pharma Mitglied im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), was den direkten Zugang zu neuesten Informationen und lehrreichen Ressourcen fördert und somit Innovationen im Bereich der Arzneimittelentwicklung unterstützt.
Regionale Bedeutung & Besonderheiten
WÖRWAG Pharma ist als Arbeitgeber in der Region Baden-Württemberg präsent und trägt zur wirtschaftlichen Stabilität in Böblingen bei. Das Unternehmen unterstützt lokale Initiativen und Projekte im Gesundheitswesen und arbeitet mit Universitäten und Forschungseinrichtungen der Region zusammen, um Wissensaustausch und die Entwicklung neuer Therapien zu fördern.
Zusätzlich ist WÖRWAG für sein Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit bekannt. Das Unternehmen setzt auf umweltfreundliche Produktionsmethoden und beteiligt sich aktiv an Initiativen zum Schutz der Umwelt. Dies beinhaltet unter anderem die Minimierung von Abfällen und die Unterstützung von Projekten zur Nachhaltigkeit, die sowohl die Gesundheit der Menschen als auch die des Planeten fördern.
Diese Kombination aus langjähriger Erfahrung, Produktentwicklung und sozialem Engagement positioniert WÖRWAG Pharma als etabliertes Unternehmen in der pharmazeutischen Industrie in Deutschland und darüber hinaus.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Baden-Württemberg oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Was macht WÖRWAG Pharma?
WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG stellt verschreibungspflichtige Präparate, OTC-Produkte und Nahrungsergänzungsmittel her. Schwerpunkt liegt auf Prävention und Behandlung von Zivilisationskrankheiten. Weitere Anwendungsschwerpunkte sind diabetische Folgeerkrankungen und Neuropathien. Das Immunsystem stärken und den Bewegungsapparat unterstützen, sind auch Ziele in der Medikamentenentwicklung.
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Pharmaunternehmen nach Standort
Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.