Novartis Pharma GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1886
Gegründet
108.000+
Mitarbeiter
Novartis Pharma GmbH im Überblick
Novartis Pharma GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des Schweizer Pharmariesen Novartis AG, einem der weltgrößten Pharmaunternehmen. Die Niederlassung hat ihren Sitz in Nürnberg und ist für den deutschen Markt mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und innovativen Therapien verantwortlich. Mit einem Fokus auf Forschung und Entwicklung hat sich Novartis der Aufgabe verschrieben, das Leben von Patienten durch Therapieinnovationen und neue Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Das Unternehmen investiert jährlich Milliarden in Forschung, um neue Arzneimittel zu entwickeln und bestehende Therapien zu optimieren.
Innovative Therapien in Onkologie und Immunologie
Novartis Deutschland vertreibt ein breites Portfolio, das unter anderem CAR-T-Zelltherapien (Kymriah), zielgerichtete Onkologika (Kisqali, Jakavi), Herz-Kreislauf-Mittel (Entresto, Cosentyx für Psoriasis/AS), multiple Sklerose-Therapien (Kesimpta, Mayzent) und Gentherapien (Zolgensma für SMA) umfasst. Besonders hervorzuheben ist die CAR-T-Zelltherapie, die einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von bestimmten Arten von Blutkrebs darstellt. Novartis ist ein Innovationsführer und bringt regelmäßig neue Erstlinientherapien auf den deutschen Markt. Zusätzlich engagiert sich das Unternehmen in den Bereichen digitale Gesundheit und personalisierte Medizin, um Therapieansätze weiter zu individualisieren und die Effektivität der Behandlungen zu steigern.
Regulatorische Einordnung und Zulassungen
In Deutschland unterliegt die Tätigkeit von Novartis strengen regulatorischen Anforderungen. Alle Produkte müssen eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durchlaufen, bevor sie auf dem Markt angeboten werden können. Dies gewährleistet die Sicherheit und Wirksamkeit der Arzneimittel. Darüber hinaus engagiert sich Novartis aktiv in der pharmakoökonomischen Forschung, um den Nutzen von Therapien im Vergleich zu bestehenden Behandlungsmöglichkeiten nachzuweisen und eine kosteneffiziente Gesundheitsversorgung zu fördern.
Standort Nürnberg
Nürnberg ist der historische Sitz der deutschen Novartis-Organisation. Von hier aus betreut Novartis Pharmaunternehmen Deutschland Onkologen, Rheumatologen, Kardiologen, Neurologen und Fachkliniken in ganz Deutschland und unterhält enge Kooperationen mit deutschen Universitätskliniken. Diese enge Zusammenarbeit fördert nicht nur den Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern ermöglicht auch klinische Studien, die zur Weiterentwicklung innovativer Therapien beitragen. Die Nürnberger Niederlassung spielt somit eine zentrale Rolle in der Strategie von Novartis, die patientenorientierte Forschung und Entwicklung zu priorisieren.
Regionale Bedeutung und Engagement
Novartis Pharma GmbH hat auch eine wichtige regionale Bedeutung für die Wirtschaft in Nürnberg und Bayern. Das Unternehmen beschäftigt zahlreiche Mitarbeiter, die in verschiedenen Bereichen wie Forschung, Vertrieb und Verwaltung tätig sind. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region trägt Novartis zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei und unterstützt das lokale Gesundheitssystem durch Therapien, die auf regionale Bedürfnisse eingehen. Außerdem engagiert sich Novartis in der regionalen Gesundheitsförderung durch Initiativen, die präventive Maßnahmen und Aufklärungskampagnen unterstützen.
Besonderheiten und Zukunftsausblick
Ein markantes Merkmal von Novartis ist das Engagement für Nachhaltigkeit und ethische Verantwortung. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, umweltfreundliche Praktiken zu fördern und soziale Verantwortung zu übernehmen. Für die Zukunft plant Novartis, verstärkt auf digitale Innovationen zu setzen, etwa durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medikamentenentwicklung und -verteilung. Diese Technologien könnten die Effizienz und Geschwindigkeit der Forschung verbessern und die Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Patientenbedürfnisse erhöhen.
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```Häufige Fragen zu Novartis Pharma GmbH
Was macht Novartis Pharma GmbH?
Novartis Pharma GmbH stellt verschreibungspflichtige Medikamente und Generika her. Schwerpunkt liegt derzeit auf chronischer Herzinsuffizienz und Fettstoffwechselstörungen. Weitere Anwendungsgebiete sind Ophthalmologie, Atemwege, Neurologie, Onkologie und Zell- und Gentherapie.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.