Janssen-Cilag GmbH

Pharmaunternehmen · Rhein-Kreis Neuss

Janssen-Cilag GmbH ist die deutsche Pharmasparte von Johnson & Johnson mit Sitz in Neuss. Das forschende Pharmaunternehmen ist tätig in Immunologie, Hämatologie, Onkologie, Neurologie und Infektionskrankheiten.

Janssen-Cilag GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Johnson & Johnson Platz 1
41470 Rhein-Kreis Neuss

Unternehmensprofil

1953

Gegründet

150.000+ (J&J Konzern)

Mitarbeiter

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Janssen-Cilag GmbH im Überblick

Janssen-Cilag GmbH ist die deutsche pharmazeutische Tochtergesellschaft der Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson, einer der bedeutendsten pharmazeutischen Unternehmensfamilien der Welt. Die Wurzeln der Firma reichen bis ins Jahr 1953 zurück, als Dr. Paul Janssen das Unternehmen in Belgien gründete. Im Jahr 1961 trat Janssen der Johnson & Johnson-Familie bei, die heute weltweit rund 150.000 Mitarbeitende beschäftigt und in einer Vielzahl von Gesundheitsbereichen tätig ist. Angetrieben von einem starken Innovationsdrang hat Janssen zahlreiche bahnbrechende Entdeckungen hervorgebracht, darunter bekannte Medikamente wie Haldol (Haloperidol) zur Behandlung von psychischen Erkrankungen und Imodium (Loperamid) gegen Durchfall. Mit dem Hauptsitz im Rhein-Kreis Neuss (Neuss, Nordrhein-Westfalen) spielt Janssen-Cilag nicht nur national, sondern auch international eine bedeutende Rolle in der Gesundheitsversorgung.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Janssen-Cilag ist in Deutschland in mehreren zentralen Therapiebereichen aktiv: Onkologie, Hämatologie, Immunologie, Neurologie/Psychiatrie und Infektionskrankheiten. In der Onkologie hat sich das Unternehmen insbesondere auf innovative Therapien gegen Blutkrebserkrankungen wie Leukämie und Lymphom spezialisiert. Bedeutende Produkte im hämatologisch-onkologischen Bereich sind Imbruvica (Ibrutinib) zur Behandlung verschiedener B-Zell-Malignome und Darzalex (Daratumumab) bei multiplem Myelom. In der Immunologie vertreibt Janssen Produkte wie Stelara (Ustekinumab) zur Behandlung von Psoriasis, Psoriasisarthritis und entzündlichen Darmerkrankungen. Tremfya (Guselkumab) ergänzt dieses Portfolio mit speziell entwickelten Therapien für verschiedene autoimmune Erkrankungen.

Im psychiatrischen Bereich hat sich Janssen mit Invega (Paliperidon) und Xeplion (Paliperidon-Palmitat, Depot-Injektion) einen Namen gemacht, die beide für die Behandlung von Schizophrenie indiziert sind. Diese Produkte zeigen die innovative Forschungsarbeit des Unternehmens in der Neurologie und Psychiatrie. Zudem bietet Janssen im HIV-Bereich Edurant (Rilpivirin) an, das eine wichtige Rolle in der antiretroviralen Therapie spielt. Durch diese breit gefächerte Produktlinien bedient Janssen-Cilag nicht nur spezifische Krankheitsbilder, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

Forschung & Regulierung

Janssen investiert als Teil des Johnson & Johnson-Konzerns jährlich Milliarden in pharmazeutische Forschung und Entwicklung, mit dem Ziel, neue und innovative Lösungen für unzureichend behandelte Krankheiten zu finden. Diese Investitionen führen nicht nur zur Entwicklung neuer Medikamente, sondern auch zu Fortschritten in bestehenden Therapien. Die Forschungstätigkeiten von Janssen-Cilag konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Onkologie, Immunologie und Neurologie, wobei ein besonderes Augenmerk auf zielgerichtete Therapien und personalisierte Medizin gelegt wird. Die Produkte sind strengen regulatorischen Auflagen unterworfen und müssen sowohl die Vorgaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als auch die der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) erfüllen, bevor sie auf den Markt gelangen können.

Zusätzlich ist Janssen-Cilag GmbH Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), welcher die Interessen seiner Mitglieder in der Politik vertritt und die Bedeutung von Forschung und Innovation in der Arzneimittelentwicklung hervorhebt. Dies unterstreicht die Verpflichtung des Unternehmens zu höchsten Standards in der Arzneimittelsicherheit und Wirksamkeit, die sowohl für die Patientenversorgung als auch für die öffentliche Gesundheit von entscheidender Bedeutung sind.

Die regionale Bedeutung von Janssen-Cilag zeigt sich nicht nur in der Bereitstellung von Arbeitsplätzen im Rhein-Kreis Neuss, sondern auch in der Zusammenarbeit mit lokalen Forschungsinstituten und Universitäten zur Förderung von Innovationen im Gesundheitswesen. Durch solche Kooperationen trägt Janssen-Cilag aktiv zur Entwicklung neuer Therapien und Technologien bei, die letztendlich den Patienten zugutekommen.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Nordrhein-Westfalen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Janssen-Cilag GmbH

Was macht Janssen-Cilag GmbH?

Janssen-Cilag GmbH forscht als Pharmaunternehmen in den Therapiegebieten Immunologie, Onkologie, Infektiologie, Neurowissenschaften und pulmonale Hypertonie. Sie entwickelt u.a. Therapielösungen für hämatologische Krebspatienten und für Lungenkrebs- und Prostatakrebs-Patienten, weiter Medikamente bei Multipler Sklerose, Tuberkulose, Ebola, HIV, Schizophrenie und Depression.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen