Seagen Germany GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1997
Gegründet
Teil von Pfizer
Mitarbeiter
Seagen Germany GmbH: Unternehmensportrait
Seagen Germany GmbH ist die deutsche Niederlassung des US-amerikanischen Biotechnologieunternehmens Seagen Inc. (seit 2023 Teil von Pfizer), das auf die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC) spezialisiert ist. Die Niederlassung ist in München ansässig und ist in die globale Onkologie-Strategie des Unternehmens eingebunden. Seagen wurde 1997 gegründet und hat seitdem kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investiert, mit Fokus auf Medikamente für verschiedene Krebsarten.
Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) in der Onkologie
Seagen setzt auf ADC-Technologien, die zielgerichtete Chemotherapie-Wirkstoffe direkt an Tumorzellen liefern und die systemische Toxizität reduzieren. In Deutschland vertreibt Seagen Germany Adcetris (Brentuximab Vedotin) für Hodgkin-Lymphom und systemische anaplastische großzellige Lymphome sowie Padcev (Enfortumab Vedotin) für fortgeschrittenes Urothelkarzinom und Tukysa (Tucatinib) für HER2-positiven Brustkrebs. Diese Therapien haben sich als wirksam erwiesen und bieten Patienten eine verbesserte Lebensqualität sowie eine erhöhte Überlebensrate. Darüber hinaus ist Seagen an der Erforschung weiterer ADCs beteiligt, die in klinischen Studien getestet werden, um die Behandlungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Krebsarten zu erweitern.
Regulatorische Einordnung
Die Produkte von Seagen unterliegen den Anforderungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie der deutschen Arzneimittelbehörde, dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Diese Vorschriften sichern die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente. Seagen trägt durch klinische Studien zur Evidenzbasis ihrer Produkte bei und arbeitet mit den zuständigen Behörden zusammen, um die Zulassungsverfahren zu erfüllen und aktuelle Onkologie-Standards einzuhalten.
Standort München
München als Biotech-Standort in Deutschland bietet Seagen Germany geeignete Rahmenbedingungen. Von München aus werden Onkologiezentren und hämatologische Kliniken in ganz Deutschland mit ADC-Therapeutika versorgt. Die zentrale Lage der Stadt fördert den Austausch mit anderen Forschungseinrichtungen und medizinischen Experten, was für die Weiterentwicklung der Produkte von Bedeutung ist. Zudem trägt die Nähe zu Universitäten und Forschungseinrichtungen in München zur Forschungstätigkeit des Unternehmens bei.
Regionale Bedeutung und Zusammenarbeit
Seagen Germany GmbH arbeitet neben der Vermarktung ihrer Produkte auch mit lokalen Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen. Diese Partnerschaften fördern den Wissensaustausch und ermöglichen die Entwicklung neuer Therapieansätze. Zudem engagiert sich Seagen in der regionalen Gesundheitsversorgung, indem es klinische Studien in Zusammenarbeit mit lokalen Kliniken initiiert. Diese Studien tragen dazu bei, neue Behandlungsansätze zu testen und den Zugang zu neuen Therapien für Patienten in der Region zu sichern.
Besonderheiten und Zukunftsvision
Ein zentraler Aspekt von Seagen ist die laufende Anpassung der Forschungsstrategien. Das Unternehmen investiert in die Entwicklung neuer ADC-Technologien und weiterer Ansätze, um klassische Therapieformen weiterzuentwickeln. Seagen verfolgt das Ziel, die Behandlungsergebnisse für Krebspatienten zu verbessern und eine Integration ihrer Therapien in multidisziplinäre Behandlungskonzepte zu ermöglichen. Diese Ausrichtung wird durch Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter und den Aufbau von Forschungsteams gestützt.
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```Häufige Fragen zu Seagen Germany GmbH
Was macht Seagen Germany GmbH?
Die Seagen Germany GmbH ist ein globales Biotech-Unternehmen, das sich ganz der Entwicklung von neuartigen Therapien bei Krebserkrankungen widmet. Sie stellt neuartige Antikörper und andere Krebstherapeutika her und Mittel, die eine Art Anti-Tumor-Immunantwort im Körper provozieren können. Außerdem befasst sie sich mit neuen Antikörper-Technologien.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.