Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1866
Gegründet
3.000+
Mitarbeiter
Spezialisierungen
Phytopharmaka, pflanzliche Arzneimittel
Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG im Überblick
Die Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, gegründet im Jahr 1866, hat sich in über 150 Jahren zu einem der führenden deutschen Hersteller von pflanzlichen Arzneimitteln (Phytopharmaka) entwickelt. Mit dem Hauptsitz in Karlsruhe und einer internationalen Präsenz ist das Unternehmen besonders bekannt für seine innovativen Produkte wie das Ginkgo-Biloba-Präparat Tebonin, welches zur Verbesserung der Gedächtnisleistung beiträgt. Darüber hinaus bietet Schwabe weitere Phytopräparate an, die auf die Unterstützung von Kreislauf- und Immunsystem ausgerichtet sind.
Leistungen und Produkte
Das Produktportfolio der Dr. Willmar Schwabe GmbH umfasst eine Vielzahl von Phytopräparaten, die sich mit unterschiedlichen gesundheitlichen Aspekten beschäftigen. Dazu gehören:
- Tebonin: Ein bekanntes Präparat zur Förderung der Gedächtnisleistung.
- Crataegutt: Ein auf Weißdorn basierendes Produkt zur Unterstützung der Herzgesundheit.
- Canephron: Ein bewährtes Mittel für die Blasengesundheit, das zur Linderung von Harnwegserkrankungen eingesetzt wird.
Die kontinuierliche Grundlagenforschung zu pflanzlichen Wirkstoffen ist ein zentrales Element des Unternehmens. Dr. Willmar Schwabe investiert signifikant in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien, wobei eigene Extraktionsmethoden und patentierte Standardisierungen der Pflanzenstoffe zur hohen Qualität und Effektivität der Produkte beitragen. In enger Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten hat das Unternehmen die Möglichkeit, innovative Ansätze zur Nutzung von Pflanzen im Gesundheitsbereich zu entwickeln. Der exportierte Umsatz belegt, dass Schwabes Produkte in mehr als 100 Ländern geschätzt werden, was ihre internationale Relevanz unterstreicht.
Regulatorische Einordnung
Die Produkte von Dr. Willmar Schwabe unterliegen strengen regulatorischen Vorgaben, die sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene gelten. Die pharmazeutischen Produkte müssen den Richtlinien der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie der Amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) entsprechen. Dies beinhaltet umfangreiche klinische Studien zur Sicherheits- und Wirksamkeitsbewertung der Arzneimittel, die für die Zulassung erforderlich sind. Durch diese hohen Standards gewährleistet das Unternehmen, dass seine Produkte in Bezug auf Qualität und Sicherheit den besten wissenschaftlichen Kriterien genügen.
Standort Karlsruhe / Baden-Württemberg
Der Standort Karlsruhe spielt eine entscheidende Rolle im Innovationsprozess von Dr. Willmar Schwabe. Das Unternehmen ist nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber in der Region, sondern hat auch zur Belebung des Wirtschaftsstandortes beigetragen. Karlsruhe ist bekannt für seine Forschungseinrichtungen, darunter das renommierte Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das enge Kooperationen mit der Industrie fördert. Diese Synergien zwischen Hochschule und Unternehmen ermöglichen es Dr. Willmar Schwabe, neue Technologien und Erkenntnisse in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Diese regionale Integration hat das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur im Bereich der pflanzlichen Pharmainnovation gemacht.
Zusätzlich spielt die regionale Bedeutung von Baden-Württemberg eine große Rolle, da die Region ein Zentrum für Biotechnologie und Gesundheitswirtschaft in Deutschland ist. Diese Vielfalt an Bildungs- und Forschungseinrichtungen sorgt für eine kontinuierliche Zuführung von Talenten und Know-how, die für den Erfolg von Unternehmen wie Dr. Willmar Schwabe unerlässlich sind.
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```Häufige Fragen zu Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG
Was macht Dr. Willmar Schwabe?
Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG stellt pflanzliche Arzneimittel her für verschiedene Anwendungsgebiete. Sie finden bei körperlichen Beschwerden wie Erkältung, Muskel- und Gelenkschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Tinnitus Verwendung und können auch bei seelischen Beeinträchtigungen wie innere Unruhe, Schlaflosigkeit oder depressiven Verstimmungen eingesetzt werden.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.