UCB Pharma GmbH

Pharmaunternehmen · Mettmann

UCB Pharma GmbH ist die deutsche Niederlassung des belgischen Pharmaunternehmens UCB S.A. mit Sitz in Monheim am Rhein. Das auf Neurologie und Immunologie spezialisierte Unternehmen entwickelt Therapien für Epilepsie, Parkinson, Psoriasis und Knochenerkrankungen.

UCB Pharma GmbH Adresse & Kontakt

Telefon

Website

E-Mail

Adresse

Alfred-Nobel-Str. 10
40789 Mettmann

Unternehmensprofil

1928

Gegründet

9.400+

Mitarbeiter

Spezialisierungen

Neurologie, Autoimmunerkrankungen

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UCB Pharma GmbH: Profil

UCB Pharma GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der UCB SA, einem belgischen biopharmazeutischen Unternehmen mit Hauptsitz in Brüssel. Gegründet im Jahr 1928 unter dem Namen Union Chimique Belge (Belgische Chemische Union), hat sich UCB im Laufe der Jahre vollständig auf die Bereiche Neurologie und Immunologie fokussiert. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 9.400 Mitarbeitende und ist an der Euronext Brussels gelistet. Die deutsche Niederlassung in Mettmann, Nordrhein-Westfalen, verantwortet den Vertrieb und das Marketing der UCB-Produkte auf dem deutschen Markt.

Tätigkeitsfeld & Produkte

UCB konzentriert sich auf zwei therapeutische Schwerpunkte: Neurologie und Immunologie. Im Bereich der Neurologie bietet das Unternehmen Behandlungsoptionen für Erkrankungen wie Epilepsie, Parkinson und Myasthenia gravis. Keppra (Levetiracetam) gehört zu den weltweit meistverordneten Antiepileptika und ist ein zentraler Bestandteil des Portfolios. Dazu kommen Vimpat (Lacosamid) und Briviact (Brivaracetam), die ebenfalls zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt werden. Im Bereich seltener Erkrankungen ist Zilbrysq (Zilucoplan) für die Therapie von Myasthenia gravis zugelassen.

Im Bereich Immunologie befasst sich UCB mit Autoimmunerkrankungen. Das Portfolio umfasst Cimzia (Certolizumab pegol), ein PEGyliertes Anti-TNF-Biologikum, sowie Bimzelx (Bimekizumab), einen IL-17A/F-Inhibitor zur Behandlung von Psoriasis. Diese Produkte verschaffen UCB eine etablierte Stellung im Bereich der Immuntherapien.

Forschung & Regulierung

UCB investiert signifikant in Forschung und Entwicklung, etwa 25 Prozent seines Umsatzes. Diese Tätigkeit umfasst die Entwicklung neuer Medikamente, die Verbesserung bestehender Therapien sowie die Erforschung patientenspezifischer Ansätze. Das Unternehmen verfolgt dabei eine auf Patientenbedürfnisse ausgerichtete Forschungsstrategie.

Die Produkte von UCB unterliegen strengen Regulierungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). UCB ist zudem aktives Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), wodurch das Unternehmen auch Einfluss auf politische und gesellschaftliche Themen im Gesundheitswesen nimmt.

Regionale Bedeutung

Der Standort Mettmann geht über einen rein wirtschaftlichen Beitrag hinaus. Das Unternehmen unterstützt regionale Initiativen zur Gesundheitsförderung und kooperiert mit lokalen medizinischen Einrichtungen sowie Universitäten. Durch diese Partnerschaften werden Forschung und Ausbildung im Gesundheitsbereich gefördert, was zur Fachkräfteentwicklung und medizinischen Versorgung in der Region beiträgt.

Ein weiterer Aspekt der regionalen Bedeutung von UCB ist sein Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Nordrhein-Westfalen, wo das Unternehmen nicht nur hochqualifiziertes Personal beschäftigt, sondern auch Ausbildungsplätze anbietet. Diese Investitionen in Bildung und Fachkräfteentwicklung tragen zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei.

Besonderheiten und Innovationskraft

UCB führt fortlaufende Forschungsprojekte und klinische Studien durch, die sich auf die Entdeckung neuer Moleküle und Therapien konzentrieren. Schwerpunkt ist dabei die Entwicklung von Therapieoptionen für Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen.

Die Kooperationen mit akademischen Institutionen und Forschungseinrichtungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Forschungsstrategie von UCB. Diese Partnerschaften ermöglichen es dem Unternehmen, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Produktentwicklung einfließen zu lassen und die Entwicklungen an den tatsächlichen Bedürfnissen der Patienten auszurichten.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Nordrhein-Westfalen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu UCB Pharma GmbH

Was macht UCB Pharma GmbH?

UCB Pharma GmbH erforscht und entwickelt als biopharmazeutisches Unternehmen Behandlungsmöglichkeiten für die Bereiche Immun- und Entzündungserkrankungen und Dysfunktionen im Zentralen Nervensystem. Schwerpunkt ist die Erforschung von Behandlungslösungen für chronische Erkrankungen.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 03.07.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen