Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH

Pharmaunternehmen · München

Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH ist die deutsche Niederlassung des US-amerikanischen Biotechnologieunternehmens Vertex Pharmaceuticals mit Sitz in München. Vertex ist weltführend in der Behandlung von Mukoviszidose (Zystischer Fibrose, CF).

Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Sonnenstr. Zugang 2/2. Stock 19
80331 München

Unternehmensprofil

1989

Gegründet

4.000+

Mitarbeiter

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Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH

Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH ist die deutsche Niederlassung der amerikanischen Vertex Pharmaceuticals Inc., gegründet 1989 in Cambridge, Massachusetts. Das Büro in München betreut den deutschen Markt und koordiniert die Versorgung mit Vertex-Therapeutika. Der Schwerpunkt liegt auf genetischen Erkrankungen, insbesondere Mukoviszidose.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Vertex Pharmaceuticals entwickelt CFTR-Modulatoren (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator) zur Behandlung der Mukoviszidose (zystische Fibrose). Das Hauptprodukt Kaftrio (Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor) ist für die meisten Mukoviszidose-Patienten mit bestimmten Mutationen zugelassen. Es stabilisiert die Lungenfunktion und verlangsamt das Fortschreiten der Krankheit.

  • Kalydeco (Ivacaftor): Medikament zur Verbesserung der CFTR-Protein-Funktion bei bestimmten genetischen Mutationen.
  • Symkevi (Tezacaftor/Ivacaftor): Kombinationstherapie für Patienten mit zwei bestimmten Mutationen.

Vertex forscht zudem zu Nierenkrankheiten, Schmerztherapien und weiteren genetischen Erkrankungen. Das Unternehmen setzt auf personalisierte Medizin und nutzt datengestützte Verfahren zur Verbesserung der Diagnosestellung und Optimierung bestehender Therapien.

Geschichte & Forschung

Vertex wurde 1989 von Joshua Boger gegründet. Das Unternehmen hat sich auf CFTR-Modulator-Technologie spezialisiert und arbeitet mit führenden Forschungseinrichtungen und Universitäten weltweit zusammen. Diese Partnerschaften führen zu klinischen Studien, die auch in Deutschland durchgeführt werden.

Vertex beschäftigt weltweit über 4.000 Mitarbeiter. Das Forschungsteam konzentriert sich auf die Entwicklung von Therapien für genetische Krankheiten und orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. In Deutschland sind alle Produkte durch die European Medicines Agency (EMA) zugelassen und werden in spezialisierten Ambulanzen und Mukoviszidosezentren eingesetzt.

Regulatorische Einordnung und regionale Bedeutung

Vertex Pharmaceuticals unterliegt in Deutschland der regulatorischen Kontrolle durch die EMA und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Produkte werden kontinuierlich auf Sicherheit und Wirksamkeit überwacht. Für Biopharmazeutika sind die regulatorischen Anforderungen in den letzten Jahren gestiegen und erfordern enge Zusammenarbeit mit den Behörden.

In Bayern trägt Vertex Pharmaceuticals als spezialisierter Anbieter für genetische Erkrankungen eine Rolle im Gesundheitssystem, besonders für Patienten mit Mukoviszidose. Die Zusammenarbeit mit lokalen medizinischen Einrichtungen ermöglicht Anpassungen an neue medizinische Anforderungen in der Patientenversorgung.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH

Was macht Vertex Pharmaceuticals Germany?

Vertex Pharmaceuticals Germany GmbH hat sich auf die Behandlung schwerer Erkrankungen spezialisiert, die zum großen Teil durch einen Gen-Defekt verursacht werden. Dazu gehört vor allem die Cystische Fibrose, aber auch die Sichelzellenanämie, Antitrypsin-Mangel, Muskeldystrophie und bestimmte Nierenerkrankungen. Der große Teil der Forschungsarbeit geht in die Entwicklung von innovativen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten für diesen Krankheitsbereich.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 27.06.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen