Haemonetics GmbH Adresse & Kontakt
Haemonetics GmbH
Die Haemonetics GmbH ist die deutsche Niederlassung des US amerikanischen Unternehmens, das 1981 in Boston, Massachusetts, gegründet wurde. Haemonetics ist auf Blutseparations- und Blutmanagementtechnologien spezialisiert. Die Tochtergesellschaft mit Sitz in München betreut Krankenhäuser, Blutspendedienste und klinische Labore in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen entwickelt Systeme zur Eigenblutspende, Apherese und perioperativen Blutaufbereitung für den Einsatz in Kliniken und Praxen.
Leistungen und Produkte
Das Portfolio von Haemonetics umfasst Blutspende-Managementsysteme sowie Apheresesysteme zur Gewinnung von Plasma, Thrombozyten und Erythrozyten. Die Cellsaver-Geräte werden im Operationssaal eingesetzt, um während eines Eingriffs gesammeltes Patientenblut aufzubereiten und wieder zu transfundieren. Diese Technik dient der Patientenversorgung und kann Bluttransfusionen und die damit verbundenen Risiken reduzieren.
Daneben bietet Haemonetics Verbrauchsmaterialien an, die für den Betrieb der Systeme erforderlich sind. Hinzu kommen digitale Lösungen für das Blutdepotmanagement, mit denen Kliniken ihre Blutreserven verwalten. Diese Systeme unterstützen die Dokumentation und Nachverfolgbarkeit von Blutprodukten, was im Hinblick auf regulatorische Anforderungen relevant ist.
Regulatorische Einordnung und Standards
Als Medizintechnikunternehmen unterliegt Haemonetics regulatorischen Anforderungen. In Deutschland müssen medizinische Produkte den Prüfungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie der Europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) entsprechen. Das Unternehmen sorgt dafür, dass seine Produkte die notwendigen Zertifizierungen und Zulassungen erhalten, um Sicherheit und Wirksamkeit der Technologien nachzuweisen. Diese Standards sind die Grundlage für das Vertrauen von Nutzern und Patienten in die angebotenen Lösungen.
Bedeutung für die Region
Die Münchener Niederlassung von Haemonetics trägt zur medizinischen Versorgung bei und hat wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Bayern zählt zu den wichtigen Medizintechnikstandorten in Europa, in dem Haemonetics tätig ist. Die Nähe zu Universitätskliniken wie dem Klinikum der LMU und dem Klinikum rechts der Isar sowie zu Einrichtungen wie dem Deutschen Herzzentrum München erleichtert Kooperationen. Solche Verbindungen unterstützen den Wissensaustausch und die Weiterentwicklung in der Medizintechnik.
Die Arbeitsplätze, die Haemonetics in München bereitstellt, tragen zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei und sind für die Ausbildung von Fachkräften im Bereich Medizintechnik relevant. Hinzu kommt die Beteiligung an Forschung und Entwicklung im Blutmanagement, die auch international wahrgenommen wird.
Weitere Medizintechnikunternehmen in der Region: Medizintechnik in Bayern oder alle Medizintechnik in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu Haemonetics GmbH
Was macht Haemonetics GmbH?
Haemonetics GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in München. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Haemonetics GmbH ansässig?
Haemonetics GmbH hat seinen Sitz in München. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Haemonetics GmbH tätig?
Haemonetics GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Medizintechnik nach Standort
Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.