Ratiopharm GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1974
Gegründet
3.000+
Mitarbeiter
Ratiopharm GmbH im Überblick
Ratiopharm GmbH ist einer der bekanntesten deutschen Generikahersteller und hat seinen Hauptsitz in Ulm (Baden-Württemberg). Das Unternehmen wurde 1974 von Adolf Merckle in Ulm gegründet und baute sich innerhalb weniger Jahrzehnte zur starken Marke im deutschen Generikamarkt auf. Seit 2010 gehört Ratiopharm zum israelisch-amerikanischen Generikakonzern Teva Pharmaceutical Industries Ltd., einem der weltweit größten Hersteller von Generika. In Deutschland ist Ratiopharm weiterhin unter eigenem Markennamen aktiv und zählt zu den bekanntesten Generikamarken in deutschen Apotheken. Am Ulmer Standort sind rund 3.000 Mitarbeitende beschäftigt.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Ratiopharm produziert und vertreibt ein breites Sortiment wirkstoffgleicher Arzneimittel (Generika) in nahezu allen therapeutischen Bereichen. Das Portfolio umfasst Hunderte von Wirkstoffen in verschiedenen Darreichungsformen – von Tabletten und Kapseln über Säfte und Zäpfchen bis hin zu Injektionslösungen. Besonders bekannt ist die "rat"-Nomenklatur der Produkte (z.B. Ibuprofen-ratiopharm, Amoxicillin-ratiopharm), die eine hohe Wiedererkennung in der Apotheke gewährleistet. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch rezeptfreie Produkte an, die eine angestrebte Gesundheitspflege der Bevölkerung unterstützen.
Die Produktpalette von Ratiopharm ist in mehrere bedeutende Therapiegebiete unterteilt, darunter Schmerztherapie, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Infektionsbehandlung sowie Medikamente zur Behandlung von Atemwegserkrankungen. Dies ermöglicht eine flächendeckende Versorgung der Patienten mit wirksamen und gleichzeitig kostengünstigen Arzneimitteln.
Am Standort Ulm werden sowohl die Entwicklung neuer Generika als auch die nationale Zulassung und das Marketing koordiniert. Ratiopharm ist zudem im OTC-Markt (Over-the-Counter) mit rezeptfreien Produkten tätig und klärt kontinuierlich über den verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln auf. Die enge Zusammenarbeit mit Fachleuten im Gesundheitswesen ermöglicht es dem Unternehmen, innovative Lösungen und Qualitätsprodukte zu entwickeln und anzubieten.
Regulatorische Einordnung
Alle Produkte von Ratiopharm unterliegen der strengen Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und müssen die deutschen Good Manufacturing Practice (GMP)-Anforderungen erfüllen, die höchste Standards in der Arzneimittelherstellung gewährleisten. Dies bedeutet, dass jeder Produktionsschritt dokumentiert und überwacht wird, um die Qualität und Sicherheit der Produkte sicherzustellen. Ratiopharm investiert kontinuierlich in die Qualitätssicherung und legt großen Wert auf Testverfahren, die sicherstellen, dass jede Charge den vorgegebenen Standards entspricht.
Geschichte & Marktposition
Ratiopharm war ein Pionier des deutschen Generikamarkts und prägte durch aggressive Preisgestaltung und hohe Markenbekanntheit die Entwicklung des deutschen Generikasegments entscheidend mit. Nach dem Tod des Gründers Adolf Merckle im Jahr 2009 wurde das Unternehmen 2010 an Teva verkauft. Trotz der Konzernzugehörigkeit zu Teva hat Ratiopharm im deutschen Markt eine eigenständige Position als Vertrauensmarke behalten, die von Apothekern und Verbrauchern gleichermaßen geschätzt wird.
Mit einer gründlichen Marktanalyse, die es Ratiopharm ermöglicht, auf aktuelle Gesundheitsbedürfnisse zu reagieren, konnte das Unternehmen seine Marktanteile im Bereich Generika stetig wahren und sogar ausbauen. Ratiopharm ist stolz auf seine Forschung und Entwicklung, die es dem Unternehmen ermöglicht, ständig neue Produkte in das Portfolio aufzunehmen und so den sich ändernden Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden.
Zusätzlich zu den nationalen Märkten hat Ratiopharm auch internationale Ambitionen und vertreibt einige Produkte in ausgewählten europäischen Ländern. Dies zeigt die Bestrebungen des Unternehmens, als eine wichtige Kraft im globalen Generikamarkt zu agieren und gleichzeitig die Besonderheiten und Anforderungen der verschiedenen regionalen Märkte zu berücksichtigen.
Ratiopharm versteht sich nicht nur als Hersteller von Arzneimitteln, sondern auch als Partner im Gesundheitswesen und setzt auf Aufklärung und Information für Patienten und Fachkräfte. Durch verschiedene Initiativen arbeitet das Unternehmen daran, das Bewusstsein für Generika zu stärken und einen wertvollen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit zu leisten.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Baden-Württemberg oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu Ratiopharm GmbH
Was macht Ratiopharm GmbH?
Ratiopharm GmbH bietet als Pharmahersteller neben rezeptpflichtigen Produkten auch rezeptfreie Produkte wie Mittel zur besseren Konzentration, Vitamin C- und B-Präparate, Augentropfen, Hustensaft und Nasensprays an.
Welche Arzneimittel stellt Ratiopharm GmbH her?
Ratiopharm GmbH ist ein Pharmaunternehmen in Ulm. Ratiopharm GmbH ist einer der bekanntesten deutschen Generikahersteller mit Sitz in Ulm und gehört seit 2010 zum israelischen Pharmakonzern Teva Pharmaceutical Industries. Die Marke ratiopharm steht in Deutschland für qualitativ hochwertige und preisgünstige Generika. Alle in Deutschland zugelassenen Arzneimittel sind in der Arzneimittel-Datenbank des BfArM recherchierbar.
Wie werden Arzneimittel in Deutschland zugelassen?
Neue Arzneimittel benötigen vor dem Inverkehrbringen eine Zulassung durch das BfArM (national) oder die EMA (europaweit). Der Zulassungsprozess umfasst die Prüfung von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit auf Basis präklinischer und klinischer Studien. Die Nutzenbewertung nach § 35a SGB V entscheidet über die Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Was bedeutet GMP in der Pharmaproduktion?
GMP (Good Manufacturing Practice) bezeichnet die Gute Herstellungspraxis – ein System von Qualitätsstandards, das sicherstellt, dass Arzneimittel gleichbleibend nach den geforderten Qualitätsnormen hergestellt und geprüft werden. Die GMP-Richtlinien sind in der EU durch den EudraLex Volume 4 definiert.
Weitere Pharmaunternehmen in Ulm
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Pharmaunternehmen nach Standort
Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.