Ferring Arzneimittel GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1950
Gegründet
6.500+
Mitarbeiter
Ferring Arzneimittel GmbH im Überblick
Ferring Arzneimittel GmbH ist die deutsche Niederlassung der Ferring Pharmaceuticals, einem 1950 von Frederik Paulsen in Malmö, Schweden, gegründeten, unabhängigen Pharmaunternehmen. Die deutsche Gesellschaft hat ihren Sitz in Kiel, Schleswig-Holstein, und ist für den deutschen Markt mit einem klaren Fokus auf Reproduktionsmedizin, Urologie und Gastroenterologie verantwortlich. Die Wahl des Standorts in Kiel ist strategisch, da Schleswig-Holstein als dynamischer Gesundheitsstandort gilt und über eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen und Kooperationen mit Universitäten verfügt.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Ferring ist in Deutschland bekannt für eine Vielzahl von innovativen Präparaten in verschiedenen therapeutischen Bereichen. In der Reproduktionsmedizin vertreibt das Unternehmen hochwirksame Gonadotropine, darunter Menopur, ein Produkt, das zur Stimulationsbehandlung bei Patienten mit Fertilitätsproblemen eingesetzt wird. Gonal-F-Equivalent und Fertipeptil stehen für die Bemühungen des Unternehmens, gerade in der assistierten Reproduktion (IVF) führend zu sein. Diese Produkte unterstützen nicht nur Paare mit Kinderwunsch, sondern tragen auch zur Forschung und zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden bei.
Im Bereich der Geburtshilfe hat Ferring auch Carbetocin-Präparate wie Pabal im Portfolio, die eine wichtige Rolle in der Postpartum-Bleibehaltung spielen. Diese Therapieansätze sind entscheidend für eine sichere Entbindung und eine positive Mutter-Kind-Interaktion. Darüber hinaus ist Ferring im Bereich der Urologie tätig, wo Desmopressin zur Behandlung von Enuresis und Nykturie Anwendung findet. Die Produkte in dieser Kategorie bieten Betroffenen signifikante Verbesserungen in der Lebensqualität.
In der Gastroenterologie trägt das Produkt Pentasa, das zur Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) eingesetzt wird, zur Linderung der Symptome und zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bei. Ferring hat sich auch darauf spezialisiert, spezialisierte Hormontherapeutika, einschließlich Produkte auf Basis von Oxytocin, anzubieten, die in unterschiedlichen therapeutischen Bereichen eingesetzt werden.
Geschichte & Regulierung
Ferring Pharmaceuticals wurde 1950 in Schweden gegründet und ist bis heute ein in Familienbesitz befindliches Unternehmen. Globale Präsenz hat das Unternehmen durch Expansion in über 60 Länder erreicht, was zu einem Mitarbeiterstamm von über 6.500 Personen weltweit geführt hat. In Deutschland ist die Ferring Arzneimittel GmbH sehr gut im lokalen Markt integriert und pflegt enge Beziehungen zu Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Alle Produkte, die in Deutschland vertrieben werden, unterliegen den strengen Vorschriften und Zulassungsverfahren der European Medicines Agency (EMA) oder des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die sicherstellen, dass strenge Standards für Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit eingehalten werden.
Eine Besonderheit von Ferring liegt auch in der kontinuierlichen Forschung und Entwicklung, die das Unternehmen stark vorantreibt, um innovative Lösungen für komplexe Gesundheitsprobleme anbieten zu können. Ferring investiert erhebliche Ressourcen in klinische Studien und die Entwicklung neuer therapeutischer Verbindungen, was die langfristige Vision des Unternehmens untermauert, eine positive Wirkung im Leben von Patienten weltweit zu schaffen.
In Verbindung mit der regionalen Bedeutung in Schleswig-Holstein ist Ferring ein aktiver Partner in lokalen Kooperationsprojekten, die auf die Forschungsförderung und den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie abzielen. Durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen trägt das Unternehmen zur Stärkung des Gesundheitsstandorts bei.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Schleswig-Holstein oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Ferring Arzneimittel GmbH
Was macht Ferring Arzneimittel GmbH?
Ferring Arzneimittel GmbH hat Arzneimittel für Krankheiten in den Bereichen Endokrinologie, Gastroenterologie, Geburtshilfe und Urologie entwickelt. Auch in der Reproduktionsmedizin ist sie aktiv. Besonders hervorgetan hat sie sich als Spezialist für die synthetische Herstellung von kurzkettigen Eiweißmolekülen. Außerdem engagiert sie sich für Forschung und Lehre und die Ausbildung von jungen Wissenschaftlern.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.