Ferring Arzneimittel GmbH

Pharmaunternehmen · Kiel

Ferring Arzneimittel GmbH ist die deutsche Niederlassung des Schweizer Pharmaunternehmens Ferring Pharmaceuticals mit Sitz in Kiel. Schwerpunkte sind Reproduktionsmedizin, Urologie, Gastroenterologie und Orthobiologie.

Ferring Arzneimittel GmbH Adresse & Kontakt

Telefon

Website

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 7:45 -16:45 Uhr

Freitag 7:30 – 13:00 Uhr

Adresse

Fabrikstr. 7
24103 Kiel

Unternehmensprofil

1950

Gegründet

6.500+

Mitarbeiter

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Ferring Arzneimittel GmbH

Ferring Arzneimittel GmbH ist die deutsche Niederlassung von Ferring Pharmaceuticals, einem 1950 von Frederik Paulsen in Malmö, Schweden, gegründeten unabhängigen Pharmaunternehmen. Die deutsche Gesellschaft hat ihren Sitz in Kiel, Schleswig-Holstein, und verantwortet den deutschen Markt mit Schwerpunkt auf Reproduktionsmedizin, Urologie und Gastroenterologie. Schleswig-Holstein verfügt über eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen und Kooperationen mit Universitäten, was den Standort Kiel für ein auf klinische Entwicklung ausgerichtetes Unternehmen attraktiv macht.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Ferring vertreibt in Deutschland Präparate in mehreren therapeutischen Bereichen. In der Reproduktionsmedizin zählen Gonadotropine wie Menopur zum Portfolio; das Präparat wird zur Stimulationsbehandlung bei Patienten mit Fertilitätsproblemen eingesetzt. Weitere Produkte wie Gonal-F-Equivalent und Fertipeptil richten sich an den Bereich der assistierten Reproduktion (IVF) und unterstützen sowohl die Behandlung von Paaren mit Kinderwunsch als auch die klinische Forschung.

Im Bereich der Geburtshilfe führt Ferring Carbetocin-Präparate wie Pabal, die in der Postpartum-Bleibehaltung eingesetzt werden. In der Urologie findet Desmopressin zur Behandlung von Enuresis und Nykturie Anwendung. Die Produkte in dieser Kategorie können für Betroffene eine Verbesserung der Lebensqualität bedeuten.

In der Gastroenterologie wird Pentasa zur Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) eingesetzt und zielt auf die Linderung der Symptome sowie die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten ab. Ferring bietet darüber hinaus spezialisierte Hormontherapeutika einschließlich Produkte auf Basis von Oxytocin an, die in unterschiedlichen therapeutischen Bereichen eingesetzt werden.

Geschichte & Regulierung

Ferring Pharmaceuticals wurde 1950 in Schweden gegründet und ist bis heute in Familienbesitz. Das Unternehmen ist in über 60 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit mehr als 6.500 Mitarbeiter. Die Ferring Arzneimittel GmbH ist im deutschen Markt eingebunden und pflegt Beziehungen zu Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Alle in Deutschland vertriebenen Produkte durchlaufen die Zulassungsverfahren der European Medicines Agency (EMA) oder des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die Standards für Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit festlegen.

Forschung und Entwicklung nehmen bei Ferring einen festen Platz im Geschäftsmodell ein. Das Unternehmen investiert Ressourcen in klinische Studien und die Entwicklung neuer therapeutischer Verbindungen, um Behandlungsoptionen für Patienten weiterzuentwickeln.

In Schleswig-Holstein ist Ferring in lokale Kooperationsprojekte eingebunden, die auf den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie abzielen. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen trägt zur Stärkung des Gesundheitsstandorts bei.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Schleswig-Holstein oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Ferring Arzneimittel GmbH

Was macht Ferring Arzneimittel GmbH?

Ferring Arzneimittel GmbH hat Arzneimittel für Krankheiten in den Bereichen Endokrinologie, Gastroenterologie, Geburtshilfe und Urologie entwickelt. Auch in der Reproduktionsmedizin ist sie aktiv. Besonders hervorgetan hat sie sich als Spezialist für die synthetische Herstellung von kurzkettigen Eiweißmolekülen. Außerdem engagiert sie sich für Forschung und Lehre und die Ausbildung von jungen Wissenschaftlern.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 28.06.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen