Grifols Deutschland GmbH

Pharmaunternehmen · Frankfurt am Main

Grifols Deutschland GmbH ist die deutsche Niederlassung des spanischen Biotechnologieunternehmens Grifols S.A. mit Sitz in Frankfurt. Grifols ist einer der weltgrößten Hersteller von plasma-abgeleiteten Proteinen und Blutprodukten.

Grifols Deutschland GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Colmarer Str. 22
60528 Frankfurt am Main

Unternehmensprofil

1909

Gegründet

24.000+ (Konzern)

Mitarbeiter

Spezialisierungen

Biopharma, Diagnostik, Bio Supplies

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Profil der Grifols Deutschland GmbH

Die Grifols Deutschland GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der Grifols S.A., die plasmabezogene Produkte und diagnostische Lösungen herstellt. Das Mutterunternehmen Grifols S.A. wurde 1909 in Barcelona (Spanien) gegründet und befindet sich noch heute mehrheitlich im Besitz der Familie Grifols. Grifols ist an der Nasdaq und der Bolsa de Barcelona gelistet und beschäftigt weltweit rund 24.000 Mitarbeitende in mehr als 30 Ländern. Die deutsche Niederlassung in Frankfurt am Main verantwortet Vertrieb und Medical Affairs in Deutschland. Der Standort Frankfurt erleichtert den Kontakt zu medizinischen Fachkreisen im deutschen Markt.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Grifols ist auf Plasma-abgeleitete Arzneimittel (Plasmaderivate) spezialisiert – also Therapeutika, die aus menschlichem Blutplasma gewonnen werden. Das Portfolio umfasst:

  • Immunglobuline: Intravenöse und subkutane Immuntherapeutika, die zur Behandlung von Immundefekten, Autoimmunerkrankungen und neurologischen Erkrankungen eingesetzt werden.
  • Albumin: Ein Produkt, das vor allem in der Intensivmedizin und bei Patienten mit Leberzirrhose Verwendung findet.
  • Gerinnungsfaktoren: Diese werden speziell für Hämophilie-Patienten entwickelt und sind entscheidend für die Behandlung von Blutgerinnungsstörungen.
  • Alpha-1-Antitrypsin: Dieses Produkt zielt auf die Behandlung einer genetischen Lungenerkrankung, bekannt als Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.

In Deutschland vertreibt Grifols seine Plasmaderivate an Krankenhäuser, Fachärzte und spezialisierte Apotheken. Daneben betreibt Grifols ein Netzwerk von Plasmaspendezentren, in denen das Rohplasma für die Herstellung der Therapieprodukte gesammelt wird. Diese Zentren befinden sich nicht nur in den USA, sondern auch in mehreren europäischen Ländern.

Forschung & Regulierung

Grifols forscht an Plasma-basierten Therapien und Technologien zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse. Zu den aktuellen Projekten zählt unter anderem ein Alzheimer-Forschungsprogramm zur Untersuchung neuer Indikationen für Immunglobuline. Bei Qualität und Sicherheit der Produkte erfüllt Grifols die Anforderungen, die in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) vorgegeben sind. Die Produkte unterliegen Monitoring und Kontrolle.

Zusätzlich muss Grifols die Vorgaben des Transfusionsgesetzes (TFG) einhalten, welches die Verwendung und den Vertrieb von Plasma-Produkten in Deutschland regelt. Grifols ist Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) sowie in der Plasma Protein Therapeutics Association (PPTA) und arbeitet damit mit regulativen Instanzen und anderen Unternehmen des Sektors an der Entwicklung von Plasmaprodukten zusammen.

Regionale Bedeutung und Zukunftsaussichten

Die Präsenz von Grifols in Deutschland hat wirtschaftliche wie versorgungsrelevante Bedeutung. Durch Herstellung und Vertrieb der spezialisierten Produkte trägt Grifols zur Behandlung von Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen bei. Die Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkreisen ermöglicht eine Anpassung der Produkte an die Bedürfnisse des Marktes.

Für die Zukunft verfolgt Grifols Ziele über die aktuelle Produktpalette hinaus. Die Weiterentwicklung und Kommerzialisierung neuer therapeutischer Ansätze sowie der Ausbau der Plasmaspendezentren sind zentrale Bausteine der Unternehmensstrategie. Damit richtet sich Grifols auch auf die personalisierte Medizin aus.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Grifols Deutschland GmbH

Was macht Grifols Deutschland GmbH?

Grifols ist ein führendes Blutplasma-Unternehmen und stellt Biopharma-Produkte aus Blutplasma her. Das Unternehmen ist in Immunologie, Hepatologie, Pneumologie, Hämatologie und Neurologie tätig sowie in der medizinischen Diagnostik.

Was sind plasmabasierte Medikamente?

Plasmabasierte Medikamente werden aus dem Blutplasma gesunder Spender hergestellt. Sie enthalten wichtige Proteine wie Immunglobuline (Antikörper), Albumin und Gerinnungsfaktoren – unverzichtbar für Patienten mit Immundefekten oder Blutgerinnungsstörungen.

Seit wann ist Grifols aktiv?

Grifols wurde 1909 gegründet und ist seitdem in der pharmazeutischen Industrie tätig. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Barcelona, Spanien, und ist weltweit in der Entwicklung, Produktion und Verteilung von Blutplasma-Produkten tätig.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 28.06.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen