Kyowa Kirin GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
2008
Gegründet
5669
Mitarbeiter
Spezialisierungen
Knochen- und Mineralerkrankungen, Hämatologie, seltene Erkrankungen
Kyowa Kirin GmbH: Profil
Kyowa Kirin GmbH ist die deutsche Niederlassung der japanischen Kyowa Kirin Co., Ltd., einem 1949 gegründeten Pharmaunternehmen aus Tokio. Das Unternehmen sitzt in Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, und deckt von dort den deutschen Markt ab. Therapeutisch liegt der Schwerpunkt auf Onkologie, Nephrologie und seltenen Erkrankungen – Gebieten mit besonderem medizinischem Bedarf.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Kyowa Kirin vertreibt in Deutschland hoch spezialisierte Arzneimittel. Das Hauptprodukt, Besylca (Wirkstoff: Mogamulizumab), ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom – zwei seltenen, aggressiven kutanen T-Zell-Lymphomen.
Ein weiterer Bestandteil des Portfolios ist Crysvita (Wirkstoff: Burosumab) zur Behandlung von X-linked Hypophosphatämie, einer genetischen Störung, die zu abnormaler Knochenmineralisierung führt. Die Therapie adressiert die Folgen dieser Erkrankung für betroffene Patienten.
Im Bereich der Nephrologie bietet Kyowa Kirin Darbepoetin-alfa-Präparate an, die zur Behandlung von Anämie bei Niereninsuffizienz indiziert sind. Diese Produkte kommen insbesondere bei Patienten zum Einsatz, die regelmäßig Dialysebehandlungen benötigen.
Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen Mepsevii (Wirkstoff: Vestronidase alfa), ein Therapeutikum zur Behandlung von Morbus Galactosialidosis, einer extrem seltenen lysosomalen Speicherkrankheit. Mit diesem Präparat erweitert Kyowa Kirin das Behandlungsspektrum für Patienten mit seltenen Erkrankungen.
Geschichte & Regulierung
Kyowa Kirin Co., Ltd. wurde 1949 in Japan gegründet. Einen Schwerpunkt bildet seit jeher die Antikörpertechnologie, auf die das Unternehmen seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgerichtet hat. Weltweit beschäftigt das Unternehmen aktuell über 3.000 Mitarbeiter.
Alle in Deutschland vertriebenen Präparate unterliegen der Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren. Dies gewährleistet die Einhaltung europäischer Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Das Unternehmen pflegt zudem den Austausch mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Bewertung klinischer Ergebnisse.
Kyowa Kirin ist auf dem europäischen Markt durch Partnerschaften und Joint Ventures vertreten. Diese Allianzen dienen der Portfolioerweiterung und der Entwicklung von Therapieansätzen, die auf die Bedürfnisse der europäischen Patientenschaft zugeschnitten sind.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Nordrhein-Westfalen auf Sanoliste oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland.
```Häufige Fragen zu Kyowa Kirin GmbH
Was macht Kyowa Kirin GmbH?
Kyowa Kirin GmbH ist ein globales Spezialpharmaunternehmen, mit Mutterkonzern in Japan, das mit Antikörpertechnologien in den Bereichen Nephrologie, Onkologie, Immunologie, Allergie und Neurologie arbeitet. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit steht die technologiegetriebene Wirkstoffforschung.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.