Kyowa Kirin GmbH

Pharmaunternehmen · Düsseldorf

Kyowa Kirin GmbH ist die europäische Tochter des japanischen forschenden Pharmaunternehmens Kyowa Kirin Co., Ltd. mit Sitz in Frankfurt. Schwerpunkte sind seltene Erkrankungen, Onkologie/Hämatologie und Nephrologie.

Kyowa Kirin GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Monschauer Str. 1
40549 Düsseldorf

Unternehmensprofil

1949

Gegründet

3.000+

Mitarbeiter

```html

Kyowa Kirin GmbH im Überblick

Kyowa Kirin GmbH ist die deutsche Niederlassung der japanischen Kyowa Kirin Co., Ltd., einem 1949 gegründeten Pharmaunternehmen aus Tokio. Mit einem klaren Fokus auf innovative Lösungen in der Gesundheitsversorgung ist Kyowa Kirin in Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, ansässig und bietet spezialisierten Zugang zum deutschen Markt. Das Unternehmen konzentriert sich insbesondere auf Onkologie, Nephrologie und seltene Erkrankungen, in Bereichen, die besondere therapeutische Herausforderungen darstellen und innovative Ansätze erfordern.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Kyowa Kirin ist in Deutschland bekannt für einige hoch spezialisierte Arzneimittel. Das Hauptprodukt, Besylca (Wirkstoff: Mogamulizumab), ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom eingesetzt wird – zwei seltenen, aggressiven kutanen T-Zell-Lymphomen, deren Behandlung dringend innovative Therapien benötigt.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Portfolios ist Crysvita (Wirkstoff: Burosumab), das zur Behandlung von X-linked Hypophosphatämie eingesetzt wird, einer genetischen Störung, die zu einer abnormalen Knochenmineralisierung führt. Diese Therapie zeigt äußerst positive Ergebnisse im Lebensbereich von betroffenen Patienten, die unter den Folgen der Krankheit leiden.

Im Bereich der Nephrologie bietet Kyowa Kirin Darbepoetin-alfa-Präparate an, die zur Behandlung von Anämie bei Niereninsuffizienz indiziert sind. Diese Produkte sind besonders wichtig für die Unterstützung von Patienten, die regelmäßig Dialysebehandlungen benötigen.

Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen mit Mepsevii (Wirkstoff: Vestronidase alfa) ein Therapeutikum zur Behandlung von Morbus Galactosialidosis, einer extrem seltenen lysosomalen Speicherkrankheit. Mit solchen innovativen Produkten erweitert Kyowa Kirin die therapeutischen Möglichkeiten für Patienten mit seltenen Erkrankungen signifikant.

Geschichte & Regulierung

Die Geschichte von Kyowa Kirin Co., Ltd. reicht bis ins Jahr 1949 zurück, als das Unternehmen in Japan gegründet wurde und sich schnell einen Namen als einer der führenden Pharmahersteller im Land machte. Speziell die Fokussierung auf Antikörpertechnologie hat Kyowa Kirin eine einzigartige Stellung im globalen Pharma-Markt verschafft. Mit aktuell über 3.000 Mitarbeitern weltweit konzentriert sich das Unternehmen sowohl auf Forschung und Entwicklung als auch auf die Vermarktung von innovativen Therapien.

In Bezug auf die Regulierung unterliegen alle in Deutschland vertriebenen Präparate der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und müssen den strengen Zulassungsverfahren des zentralisierten Verfahrens entsprechen. Dies sichert die hohe Qualität und Sicherheit der Arzneimittel, die Kyowa Kirin vertreibt. Die Produkte befinden sich nicht nur im Einklang mit den europäischen Standards, sondern auch im ständigen Austausch mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft, um die besten klinischen Ergebnisse zu gewährleisten.

Kyowa Kirin hat sich auch durch Partnerschaften und Joint Ventures eine bedeutende Stellung auf dem europäischen Markt erarbeitet. Diese strategischen Allianzen ermöglichen es dem Unternehmen, sein Portfolio kontinuierlich zu erweitern und neue Therapieansätze zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse der europäischen Patientenschaft zugeschnitten sind.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Nordrhein-Westfalen auf Sanoliste oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland.

```

Häufige Fragen zu Kyowa Kirin GmbH

Was macht Kyowa Kirin GmbH?

Kyowa Kirin GmbH ist ein globales Spezialpharmaunternehmen, mit Mutterkonzern in Japan, das mit Antikörpertechnologien in den Bereichen Nephrologie, Onkologie, Immunologie, Allergie und Neurologie arbeitet. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit steht die technologiegetriebene Wirkstoffforschung.

✓ Profil vollständig ☎ Telefon 🌐 Website Logo

Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen