Orchard Therapeutics Germany GmbH

Pharmaunternehmen · Düsseldorf

Orchard Therapeutics Germany GmbH ist ein Pharmaunternehmen mit Sitz in Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen ist im deutschen Pharmamarkt tätig und unterliegt der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Orchard Therapeutics Germany GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Graf-Adolf-Platz 15
40213 Düsseldorf

Unternehmensprofil

2016

Gegründet

~200 (global)

Mitarbeiter

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Orchard Therapeutics Germany GmbH im Überblick

Orchard Therapeutics Germany GmbH ist die deutsche Niederlassung des britischen Gentherapie-Unternehmens Orchard Therapeutics plc (heute Teil von Kyowa Kirin), das sich auf Gentherapien für seltene, genetisch bedingte Erkrankungen des Immunsystems und der Neurologie spezialisiert hat. Die Niederlassung ist in Düsseldorf ansässig. Orchard Therapeutics hat sich zum Ziel gesetzt, Patienten mit schwerwiegenden genetischen Erkrankungen durch innovative Therapien zu helfen, die die zugrunde liegende Ursache ihrer Erkrankung ansprechen.

Gentherapien für seltene Immunerkrankungen

Orchard Therapeutics hat mit Libmeldy (Atidarsagen Autotemcel) eine zugelassene ex-vivo-Gentherapie für metachromatische Leukodystrophie (MLD) entwickelt. MLD ist eine seltene, progressive Erkrankung, die das Nervensystem schädigt und zu schwerwiegenden neurologischen Defiziten führt. Die Therapie zielt darauf ab, das defekte Gen zu reparieren und die Symptome der Erkrankung zu lindern. Das Produkt wird in spezialisierten Zentren für seltene Erkrankungen angewendet und erfordert eine hochspezialisierte Behandlungsinfrastruktur, um maximale Ergebnisse zu erzielen. Neben Libmeldy arbeitet Orchard Therapeutics an der Entwicklung weiterer Gentherapien, darunter Therapien für Adenosin-Deaminase-Defizienz (ADA-SCID), X-chromosomale schwere kombinierte Immundefizienz (X-CGD) und andere seltene Immundefekte, die eine bedrohliche Lebensqualität für betroffene Patienten darstellen.

Regulatorische Einordnung und Marktzugang

Die Gentherapien von Orchard Therapeutics unterliegen strengen regulatorischen Vorgaben, die von der Europäischen Medicines Agency (EMA) sowie den nationalen Gesundheitsbehörden festgelegt sind. Diese Behörden überwachen jeden Schritt des Entwicklungsprozesses, einschließlich klinischer Studien, um sicherzustellen, dass die Therapien sowohl sicher als auch effektiv sind. Durch die enge Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden ist Orchard in der Lage, die notwendigen Genehmigungen für den Marktzugang in der Europäischen Union zu erhalten, was für die Patienten von entscheidender Bedeutung ist.

Standort Düsseldorf

Von Düsseldorf aus koordiniert Orchard Therapeutics Deutschland die Betreuung spezialisierter Zentren für seltene Erkrankungen, neuropädiatrische Kliniken und Knochenmarktransplantationszentren. Die Stadt ist nicht nur ein geschäftliches Zentrum, sondern auch ein Akademischer Hotspot, in dem die Universitätsklinik Düsseldorf als starker Partner auftritt. Die enge Zusammenarbeit mit akademischen Institutionen ermöglicht es Orchard, aktuelle Forschungsergebnisse in die Entwicklung neuer Therapien zu integrieren.

Regionale Bedeutung und Netzwerk

Orchard Therapeutics spielt eine wichtige Rolle in der regionalen Gesundheitslandschaft, indem es medizinische Fachkräfte und Kliniken in Nordrhein-Westfalen unterstützt. Das Unternehmen beteiligt sich aktiv an Fachkonferenzen und Fortbildungsveranstaltungen, um das Bewusstsein für genetische Erkrankungen und innovative Behandlungsmöglichkeiten zu steigern. Zudem arbeitet Orchard eng mit Patientenorganisationen zusammen, um die Belange von Patienten, die von seltenen Krankheiten betroffen sind, zu vertreten und deren Zugang zu lebensrettenden Therapien zu fördern.

Besonderheiten der Therapieansätze

Ein herausragendes Merkmal der Gentherapien von Orchard Therapeutics ist die ex vivo-Strategie, die verwendet wird, um Patienten mit bestimmten genetischen Störungen zu behandeln. Bei dieser Methode werden Zellen des Patienten entnommen, genetisch modifiziert und anschließend wieder in den Körper des Patienten zurückgeführt. Diese innovativen Ansätze zeigen das Engagement von Orchard, individuelle Therapien zu entwickeln, die den spezifischen Bedürfnissen der Patienten gerecht werden.

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Häufige Fragen zu Orchard Therapeutics Germany GmbH

Was macht Orchard Therapeutics Germany?

Orchard Therapeutics Germany GmbH ist auf die Behandlung seltener Erbkrankheiten spezialisiert. Ihr Schwerpunkt ist die Gentherapie, wobei sie mit einem Verfahren zur Blutentnahme oder mit der Entnahme von Knochenmark arbeitet.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen