Hexal AG Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1986
Gegründet
3.000+
Mitarbeiter
Hexal AG im Überblick
Hexal AG ist eines der bekanntesten Generikaunternehmen Deutschlands und hat seinen Hauptsitz in Holzkirchen (Bayern), mit eingetragenem Sitz in Miesbach. Das Unternehmen wurde 1986 von den Brüdern Thomas und Andreas Strüngmann gegründet und wuchs innerhalb von weniger als zwei Jahrzehnten zum umsatzstärksten Generikahersteller Deutschlands heran. Im Jahr 2005 erwarb die Novartis AG aus Basel die Hexal AG gemeinsam mit dem US-amerikanischen Schwesternunternehmen Eon Labs für rund 5,65 Milliarden Euro. Seither ist Hexal Teil der Novartis-Generikasparte, die als Sandoz weltweit agiert. Am deutschen Standort Holzkirchen sind rund 3.000 Mitarbeitende beschäftigt.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Hexal hat sich als führender Hersteller von wirkstoffgleichen Arzneimitteln (Generika) in Deutschland etabliert. Das Portfolio umfasst Hunderte von Wirkstoffen in nahezu allen gängigen Therapiebereichen – von Herz-Kreislauf-Medikamenten über Antibiotika bis hin zu Antidiabetika und Immunsuppressiva. Hexal-Präparate sind in deutschen Apotheken seit Jahrzehnten allgegenwärtig und zeichnen sich durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Das Unternehmen produziert sowohl feste Arzneiformen (Tabletten, Kapseln) als auch Injektionslösungen und Dermatika. Besonders hervorzuheben ist die breite Palette an rezeptfreien Medikamenten (OTC), die den Verbrauchern helfen, alltägliche gesundheitliche Probleme eigenständig zu behandeln.
Die Innovationskraft von Hexal spiegelt sich nicht nur in den klassischen Generika wider, sondern auch in der Entwicklung von Biosimilars, die in Therapiegebieten wie Onkologie und Immunologie einen wachsenden Marktanteil gewinnen. Am Holzkirchner Standort betreibt Hexal auch eigene Produktionslinien, die GMP-zertifiziert nach europäischen Anforderungen betrieben werden, was einen hohen Qualitätsstandard gewährleistet.
Regulatorische Einordnung
Als eines der führenden Unternehmen im Generikamarkt unterliegt Hexal strengen regulatorischen Anforderungen, die durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie nationale Behörden wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorgegeben sind. Der Genehmigungsprozess für neue Arzneimittel, einschließlich Generika und Biosimilars, ist hierbei besonders aufwendig und umfasst umfangreiche klinische Studien, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Produkte zu garantieren. Hexal trägt durch die Einhaltung dieser Richtlinien dazu bei, qualitativ hochwertige Arzneimittel auf den Markt zu bringen.
Regionale Bedeutung
Mit seinem Hauptsitz in Holzkirchen hat Hexal eine wichtige Rolle in der regionalen Wirtschaft von Bayern eingenommen. Das Unternehmen bietet zahlreiche Arbeitsplätze und unterstützt lokale Zulieferer und Dienstleister. Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten in der Region stärkt zudem die Innovationskraft und ermöglicht einen Wissensaustausch, der für die Entwicklung neuer Produkte entscheidend ist. Hexal engagiert sich auch in sozialen Projekten und trägt zur Gesundheitsförderung in der Region bei.
Besonderheiten und Ausblick
Ein markantes Merkmal der Hexal AG ist ihr stark ausgeprägter Innovationsansatz, der sich nicht nur in der raschen Markteinführung neuer Produkte zeigt, sondern auch in der kontinuierlichen Verbesserung bestehender Arzneimittel. Das Unternehmen investiert gezielt in Forschung und Entwicklung, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Produktion geht Hexal einen Schritt weiter, um den Anforderungen eines sich wandelnden Marktes gerecht zu werden. Zukünftige Herausforderungen werden in der digitalen Transformation und der Integration von modernen Technologien in Produktionsprozesse liegen. Hexal ist gut aufgestellt, um auch diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern und seine Marktführerschaft auszubauen.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Hexal AG
Was macht Hexal AG?
Hexal AG gilt als Produktmarke von Sandoz Deutschland. Mit frei verkäuflichen OTC-Produkten, Generika, biopharmazeutischen Produkten und Biosimilars bedient sie mehr als 13 Therapiegebiete. Mineralstoffe, Vitamine, Nahrungsergänzung, pflanzliche Arznei und Mittel bei Erkältung, Fieber und Schmerzen stehen in ihrem Portfolio.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.